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Junction 48: Palästinensischer Hip-Hop gegen israelische Unterdrückung

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Junction 48: Palästinensischer Hip-Hop gegen israelische Unterdrückung

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Bei der Berlinale wird der altbekannte Nahostkonflikt einmal aus ganz anderem Blickwinkel betrachtet: In Junction 48 erzählt der israelische

Bei der Berlinale wird der altbekannte Nahostkonflikt einmal aus ganz anderem Blickwinkel betrachtet:

Meinung

Es ist sehr wichtig, dass diese bi-nationale Energie etwas von hoher Qualität hervorbringt. Die hohe Qualität ist schon fast ein Symbol des Widerstands. *Hier sehen Sie ein exklusives 360-Grad-Video von Gérard Depardieu auf dem roten Teppich bei der Berlinale.* <iframe width="606" height="341" src="https://www.youtube.com/embed/V9HBBgCnyGk" frameborde

In Junction 48 erzählt der israelische Filmemacher und Künstler Udi Aloni die Geschichte zweier junger palästinensischer Hip-Hop-Künstler, die in einem kriminell geprägten Vorort von Tel Aviv leben.

Sie benutzen den Rap als Sprache gegen tagtägliche Unterdrückung und Gewalt und um ihre Gefühle auszudrücken.

Für Regisseur Udi Aloni ist die Existenz des Films bereits ein Erfolg. Die Tatsache, dass er hochprofessionell und ein gemeinsames Produkt beider Nationalitäten ist, sieht Aloni fast schon als eine Metapher für den Widerstand. Und als einen Beweis der Möglichkeit friedlicher Koexistenz und erfolgreicher Zusammenarbeit.

Der arabisch-israelische Rapper Tamer Nafar spielt die Hauptrolle. Er ist seit Jahren mit dem Regisseur befreundet. Die lebensnahe Story haben beide gemeinsam entwickelt. Beide kennen sich schon seit dem Jahr 2000 von zahlreichen Demonstrationen. Nafar war zugleich mehrfach Producer bei Alonis Filmen und umgekehrt besuchte dieser Nafars Konzerte.

Wichtig sei, so der Rapper, nicht auf alte und neue Generationen zu fokussieren, sondern darauf, die “richtige” Generation zu schaffen.

Am Set des Films herrschte Gleichberechtigung. Zwar hatte Aloni seinen eigenen Blickwinkel, aber er ließ seinen Darstellern die Freiheit, gleichberechtigt zu agieren.

Auf der Berlinale wurde der ebenso sensible wie provokative Film frenetisch gefeiert – und die Hoffnung, mit Hip-Hop die Mauern zwischen Israelis und Arabern überwinden.