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PYD-Chef Salih Muslim: "YPG sieht Türkei nicht als Feind an"

Nach dem Attentat in Ankara will die türkische Regierung verstärkt darauf drängen, dass die syrisch-kurdische Partei PYD und ihr bewaffneter Arm, die

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PYD-Chef Salih Muslim: "YPG sieht Türkei nicht als Feind an"

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Nach dem Attentat in Ankara will die türkische Regierung verstärkt darauf drängen, dass die syrisch-kurdische Partei PYD und ihr bewaffneter Arm, die YPG, auch international und speziell von den USA als Terrororganisation eingestuft werden. Die USA weigern sich bisher und sagen, die YPG kämpfe am effektivsten gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

Ankara macht neben der PKK auch die syrischen Kurden für das Attentat mit 28 Toten verantwortlich. Ähnlich wie Davutoglu äußerte sich auch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Er sagte, die PYD stecke hinter dem Anschlag.

Salih Muslim, der Co-Vorsitzende der PYD, wies die Vorwürfe zurück. Davutoglu führe anderes im Schilde und suche einen Vorwand, um die YPG anzugreifen, so Muslim. Die YPG sehe die Türkei aber nicht als Feind an. Nicht eine Kugel sei auf die Türkei abgeschossen worden, so Muslim.

Das türkische Militär griff unterdessen erneut Stellungen der YPG in Syrien an. Es war der bisher heftigste Beschuss der Kurdenmiliz.

Und bei erneuten Gefechten zwischen türkischer Armee und der PKK im südosttürkischen Diyarbakir kamen zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben.

Gestern waren bei einem Attentat in Diyarbakir bereits sechs Soldaten getötet worden.