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Trotz Protest: Österreich führt Tageskontingente für Migranten ein

Ungeachtet der Ablehnung durch die EU hat Österreich seine umstrittenen Tageskontingente für Migranten eingeführt. Seit 8.00 Uhr werden an der

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Trotz Protest: Österreich führt Tageskontingente für Migranten ein

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Ungeachtet der Ablehnung durch die EU hat Österreich seine umstrittenen Tageskontingente für Migranten eingeführt. Seit 8.00 Uhr werden an der österreichischen Grenze maximal 80 Asylanträge entgegengenommen. Darüber hinaus dürfen bis zu 3.200 Migranten in einen anderen Staat weiterreisen. Sind die Kontingente erschöpft, müssen die Migranten warten, bis am nächsten Tag um 6.00 Uhr die Grenze wieder geöffnet wird. Die Abfertigung endet prinzipiell um 22.00 Uhr.

Meinung

Mehr mit guten Beispiel vorangehen, kann man nicht

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann verteidigte vor dem EU-Gipfel in Brüssel erneut die Flüchtlingshöchstgrenze von 37.500 Personen für 2016.

“Würde jedes Land die selbe Richtwertgrenze beschließen, also über 37.000 gemessen an der Bevölkerung, könnten wir mehr als 2 Millionen Flüchtlinge verteilen. Also ich find’, mehr mit guten Beispiel vorangehen, kann man nicht. Außer man würde sagen, schickt uns alle. Aber das geht eben nicht!” sagte Faymann.

Am Rande des EU-Gipfels, berieten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras über die Sicherung der EU-Außengrenze. Am Freitag stieg die Zahl der Migranten, die illegal über die Ägäis nach Griechenland einreisten leicht auf 3.000 Personen an.

Griechenland verurteilte die Weigerung einiger EU-Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen, und deren Pläne zum Bau eines Zauns entlang der griechischen Nordgrenze scharf.

Österreich denkt sogar an eine weitere Senkung der Tageskontingente. Man werde die täglichen Obergrenzen weiter senken müssen, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Auch das werde aber strukturiert und abgestimmt mit den Nachbarstaaten erfolgen.

Wie die serbische Tageszeitung Novosti berichtet, hat Serbien seine Grenze zu Mazedonien für Migranten gesperrt, weil Kroatien den bisher üblichen Weitertransport vom nordserbischen Sid in Richtung Slowenien eingestellt hat. In Sid an der Grenze zu Kroatien stauten sich die Menschen.