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Weirather gewinnt Super-G in La Thuile

Die Liechtensteinerin Tina Weirather aus Liechtenstein hat im italienischen La Thuile Ihren ersten Saisonsieg im Weltcup gefeiert. Im Super-G fuhr

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Die Liechtensteinerin Tina Weirather aus Liechtenstein hat im italienischen La Thuile Ihren ersten Saisonsieg im Weltcup gefeiert. Im Super-G fuhr sie der Konkurenz auf und davon. Am Ende hatte die 26-Jährige über eine halbe Sekunde Vorsprung auf die Zweitplazierte Lara Gut aus der Schweiz. Tina Weirather liegt jetzt im Gesamt-Weltcup auf Platz 4.

Den Kampf um die Krone im alpinen Skisport werden aber wohl Lara Gut und Lindsay Vonn unter sich ausmachen. Lara Gut hatte ihre Führung in La Thuile an die Amerikanerin verloren, konnte aber durch ihren zweiten Platz wieder etwas Boden gutmachen und ihren Rückstand in der Gesamtwertung auf Vonn um 20 Punkte verkürzen.

Lindsay Vonn, die sich bereits den Sieg im Abfahrts-Weltcup gesichert hat, wurde im Super-G Dritte. Damit dürfte sie auch in dieser Disziplin am Ende als Gesamt-Siegerin auf dem Treppchen stehen. Viktoria Rebensburg aus Deutschland, Drittplazierte im Gesamt-Weltcup, schied dagegen im Super-G aus.

Auf der anderen Seite des Mont Blanc, im französischen Wintersportort Chamonix, waren zuvor auch die Herren schon auf die Piste gegangen. Die Abfahrt von Chamonix gehört zu den berühmtesten Pisten im alpinen Skisports: Mehr als 3 Kilometer lang, davon rund 850 Meter technisch sehr anspruchsvolle Passagen sowie zahlreiche Sprünge – und das Rennen hielt, was es versprach.

Besonders schnell unterwegs war Dominik Paris aus Italien. Der 26 Jahre alte Südtiroler gewann das Abfahrts-Rennen und holte sich damit seinen ersten Saison-Sieg. Im Abfahrts-Weltcup verbesserte er sich damt auf Platz 5.

“Ich bin so glücklich, zum ersten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Treppchen zu stehen,” sagte Paris, “Wahnsinn! Ich habe gutes Material, ich hatte ein gutes Gefühl. Ich wusste, an welchen Stellen ich Gas geben musste, und das hat vielleicht den entscheidenden Unterschied ausgemacht.”

Auf Platz 2 fuhr der US-Amerikaner Steven Nyman. Er war insgesamt 35 Hunderstel Sekunden langsamer als Dominik Paris. Es war Nymans zweiter Podestplatz innerhalb von 2 Wochen, nach einem dritten Platz beim Olympiatest in Südkorea.

“Jetzt läuft´s bei mir, ich fahre mit Selbstvertrauen, und darum geht´s doch,” so Nyman. “Wenn du erstmal Selbstvertrauen hast, weißt du auch, wo´s lang geht und wo du hin willst. Und dann wirst du auch schnell. Jeder weiß das. Aber wenn du es auch umsetzt, dann bist du gleich ganz vorne mit dabei.”

Dann war Lokalmatador Guillermo Fayed also wohl nicht ganz so sehr von sich überzeugt. Der Franzose landete am Ende nicht, wie von den Fans an der Piste erhofft, mit auf dem Siegerpodest, sondern auf dem undankbaren vierten Platz. Klar, dass das NICHT glücklich macht…

“Es ist wirklich enttäuschend, gerade hier das Podium zu verpassen,” meinte Fayed nach dem Rennen, “wegen all der Leute, die an mich geglaubt haben, die mich die ganze Woche über so unterstützt haben. Aber ich habe ganz einfach im Schlussabschnitt einen Fehler gemacht, wo ich die entscheidenden Hunderstel verloren habe. Und dafür habe ich dann am Ende teuer bezahlen müssen.”

Schon am Dienstag geht´s weiter im Weltcup. Dann steht ein Stadt-Rennen in Stockholm auf dem Programm, ein Parallel-Slalom unter Flutlicht. Unser Experte Franck Piccard ist überzeugt, dass das eine gute Sache ist – und vor allem eine tolle Show für die Zuschauer: “Die Bedingungen sind dann viel besser als bei Tageslicht. Das Licht ist gut ausbalanciert und gleichmäßig an der Strecke verteilt. Es gibt keine Stellen, wo die Sicht gleich null ist, wie man es manchmal am Tag hat. Und für´s Publikum ist das sehr interessant. Man sieht, wie der Skiläufer arbeitet, man spürt sein Tempo. Wir sollten mehr solche Nacht-Rennen machen, um die Wettkämpfe noch ein bisschen attraktiver zu gestalten.”