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Zehn Tote nach Demonstrationen in Indien

Nach Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten bei Protesten für mehr Rechte des Jat-Volkes im Norden Indiens ist die Zahl der Todesopfer

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Zehn Tote nach Demonstrationen in Indien

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Nach Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten bei Protesten für mehr Rechte des Jat-Volkes im Norden Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf zehn gestiegen. 150 weitere Menschen, darunter Polizisten, wurden verletzt, teilte die Polizei im Bundesstaates Haryana am Sonntag mit. Die Situation sei unter Kontrolle, es herrsche aber Wasserknappheit in der Hauptstadt Neu Delhi, weil die Demonstranten eine Versorgungsleitung beschädigt hätten, sagte Polizeichef YP Singhal. Die Behörden ordneten eine Wasserrationierung an; die Schulen sollen am Montag geschlossen bleiben. Man bemühe sich, das Problem zu beheben.

Die Demonstranten hatten eine Quotenregelung für Angehörige des Jat-Volkes auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich gefordert. Die Regierung betrachtet sie aber nicht als benachteiligt, weil sie laut Hinduismus zur angesehenen Kriegerkaste gehören. Am Freitag waren Verhandlungen zwischen Vertretern verschiedener Jat-Gemeinden und der Regionalregierung gescheitert. Danach setzten wütende Demonstranten Fahrzeuge und Einkaufszentren in Brand. Am
stärksten betroffen waren die Distrikte Rohtak, Jhajjar und Bhiwani.