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Flüchtlingskrise: Balkan-Länder erschweren Migranten das Durchkommen

Die Migranten an der griechisch-mazedonischen Grenze haben aktuell vor allem einen Wunsch: “Öffnet die Grenzen”, rufen sie. Rund 5.000 von ihnen sind

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Flüchtlingskrise: Balkan-Länder erschweren Migranten das Durchkommen

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Die Migranten an der griechisch-mazedonischen Grenze haben aktuell vor allem einen Wunsch: “Öffnet die Grenzen”, rufen sie. Rund 5.000 von ihnen sind derzeit hier gestrandet, denn Mazedonien lässt im Moment nur Syrer und Iraker durch. Alle anderen, und das betrifft mengenmäßig vor allem Afghanen, müssen momentan warten. Einige suchen entlang der Grenze nach Lücken, um es doch nach Mazedonien zu schaffen.

Immer mehr Länder auf der Balkanroute sichern sich derweil gegen den Migrantenstrom ab. Slowenien schickt seine Armee an die Grenze zu Kroatien und Montenegro überlegt, seine Grenze für illegale Migranten zu schließen.

Unterdessen sind im Januar fast 70.000 Flüchtlinge in Griechenland angekommen, wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex mitteilte. Das ist ein Rückgang um 40 Prozent gegenüber Dezember. Allerdings dürften die Zahlen wieder ansteigen, sobald das Wetter besser wird. Auch an der italienischen Küste ging die Zahl der Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Nigeria, nach Frontex-Angaben im ersten Monat des Jahres um 42 Prozent zurück. Insgesamt seien 5.600 Flüchtlinge angekommen, hieß es.

Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR kamen seit Jahresbeginn fast 95.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland.