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Flüchtlingskrise: Gräben zwischen EU-Staaten werden tiefer

In der Flüchtlingskrise werden die Gräben zwischen den EU-Partnern immer tiefer. Aus Protest gegen eine Konferenz in Österreich mit den Staaten des

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Flüchtlingskrise: Gräben zwischen EU-Staaten werden tiefer

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In der Flüchtlingskrise werden die Gräben zwischen den EU-Partnern immer tiefer. Aus Protest gegen eine Konferenz in Österreich mit den Staaten des Westbalkans und gegen die Teilschließung der Balkanroute rief Griechenland seine Botschafterin aus Wien zurück.

“In den nächsten zehn Tagen brauchen wir konkrete und klare Ergebnisse vor Ort”, so der für Migration zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos nach einem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel. Er warnte vor Einzelaktionen. Gemeint war damit die Konferenz in Österreich, zu der Griechenland, Deutschland und die EU-Institutionen nicht eingeladen waren, und die Entscheidung Mazedoniens, an seiner Grenze zu Griechenland nur noch wenige Syrer und Iraker weitereisen zu lassen.

“Wir müssen die Handlungsfähigkeit zurückerhalten, und die werden wir nur zurückerhalten, wenn die europäische Außengrenze geschützt ist. Ich sage Ihnen offen und ehrlich, wenn Griechenland immer wieder betont, dass es nicht möglich ist, die griechische Außengrenze zu schützen, dann muss man sich fragen, ob dort letztendlich auch die Schengen-Grenze sein kann”, so die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

Nach griechischen Informationen kamen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 12.000 Menschen aus der Türkei auf die griechischen Inseln. Viele von ihnen sitzen inzwischen in Athen fest.