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Parlamentswahl in Irland: Regierung droht Verlust der Mehrheit

Die irische Regierung muss Umfragen zufolge bei der bevorstehenden Parlamentswahl um ihre Mehrheit bangen. Der konservativen Partei von

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Parlamentswahl in Irland: Regierung droht Verlust der Mehrheit

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Die irische Regierung muss Umfragen zufolge bei der bevorstehenden Parlamentswahl um ihre Mehrheit bangen.

Der konservativen Partei von Ministerpräsident Enda Kenny, Fine Gael, und ihrem bisherigen Partner Labour könnten bis zu zehn Prozentpunkte fehlen um weiterzuregieren.

Nach Spanien und Griechenland droht dem Land eine Pattsituation. Die Sparpolitik der Regierung führt zu immer mehr Frust bei der Bevölkerung. Unabhängige Kandidaten und kleinere Parteien könnten profitieren.

Gerry Adams erklärte seine linksgerichtete Sinn Fein in einer TV-Debatte als einzige Alternative für Wähler: “Alles, was in unserer Gesellschaft momentan schief läuft, ist das Ergebnis von Entscheidungen der drei Menschen, die hier neben mir stehen. Der Finanzminister hat den Karren an die Wand gefahren und will jetzt wieder auf den Fahrersitz. Der Regierungschef und sein Stellvertreter haben bei ihren Entscheidungen die Reichen und Mächtigen anstatt der Arbeiterklasse unterstützt.”

Die schwarz-rote Koalition führte das Land aus der Finanzkrise: Das Wirtschaftswachstum ist mit sieben Prozent derzeit das stärkste in Europa, die Arbeitslosenquote schrumpfte von 14 auf 8,8 Prozent. Doch Statistiken zufolge profitiert die ärmere Bevölkerung nicht von dem Aufschwung.

Neben der Wirtschaft wird auch das Thema Abtreibung im Wahlkampf kontrovers diskutiert. Der achte Zusatzartikel des Grundgesetztes erlaubt es Frauen nur unter eng begrenzten Umständen, eine Schwangerschaft vorzeitig zu beenden.