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Türkisches Gericht: Festnahme von Cumhuriyet-Journalisten "verletzte ihre Rechte"

Nach drei Monaten in Untersuchungshaft dürfen zwei Journalisten der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet auf Freilassung hoffen. Das Verfassungsgericht

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Türkisches Gericht: Festnahme von Cumhuriyet-Journalisten "verletzte ihre Rechte"

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Nach drei Monaten in Untersuchungshaft dürfen zwei Journalisten der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet auf Freilassung hoffen. Das Verfassungsgericht in Ankara entschied, dass ihre Inhaftierung ihr Recht auf freie Meinungsäußerung sowie ihre Persönlichkeitsrechte verletze.

Chefredakteur Can Dündar und Hauptstadtkorrespondent Erdem Gül saßen seit November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

Ihre Festnahme wurde von Regierungskritikern als Hinweis auf einen wachsenden Druck Ankaras auf die Presse gedeutet.

Dündar und Gül hatten über eine mutmaßliche Waffenlieferung der türkischen Regierung an Extremisten in Syrien berichtet. Ihnen wird Spionage und Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. Zudem sollen sie einen Sturz der Regierung vorbereitet haben.

Der Prozess gegen die beiden Journalisten soll Ende März beginnen. Ihnen droht lebenslange Haft.

Die Verteidiger der Journalisten beantragten die sofortige Entlassung ihrer Mandanten. Kollegen von Dündar und Gül warteten anschließend vor dem Gefängnis in Istanbul, in dem die beiden in Untersuchungshaft saßen.

Nach Informationen von Bora Bayraktar, euronews-Korrespondent in Istanbul, sollen die Männer innerhalb der nächsten Stunden oder spätestens am Freitagmorgen freigelassen werden.