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Dialog statt Gewalt: Migranten in Calais werden gebeten "Dschungel" zu verlassen

Anstatt einer gewaltsamen Räumung des “Dschungels” von Calais, setzen die französischen Behörden auf Kooperation. Sozialarbeiter suchten die

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Dialog statt Gewalt: Migranten in Calais werden gebeten "Dschungel" zu verlassen

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Anstatt einer gewaltsamen Räumung des “Dschungels” von Calais, setzen die französischen Behörden auf Kooperation. Sozialarbeiter suchten die Migranten in ihren Baracken und Zelten auf, um sie vom Umzug in offizielle Aufnahmeeinrichtungen zu überzeugen.

Doch auch die Aussicht auf medizinische Versorgung, warme Duschen und Essen können sie nicht zum Verlassen der Slumsiedlung bewegen. Der Gründer der Schule spricht das eigentliche Problem der Situation an: “Sie werden sich nicht gewaltsam widersetzen, aber ich bin nicht sicher, ob sie gehen werden. Sie fragen sich, wohin sie gehen sollen. Immer wieder hört man: Wir sind nicht gekommen, um in Frankreich zu bleiben, wir wollen nach Großbritannien.”

“Hier sind 3.000 Menschen, der Staat spricht von 1.000 – das heißt die Aufnahmeeinrichtungen sind auf 1.000 und nicht 3.000 Personen ausgelegt. Wo sollen denn die anderen 2.000 hin? Wie kann ein Richter im Winter eine solche Räumung beschließen? Frauen, Kinder und unbegleitete Minderjährige sind betroffen”, meint Mayka Konforti von der Hilfsorganisation Auberges des Migrants.

Gemeinschaftsbereiche die als Schulen, Kirchen und Restaurants genutzt werden, sind von dem Räumungsbescheid ausgenommen.

Ein Gericht in Lille hatte die Evakuierung des südlichen Teils des Lagers am Donnerstag gebilligt. Mehrere Hilfsorganisationen und Flüchtlinge hatten versucht, die Maßnahme zu verhindern. Sie wollen nun vor das Oberste Verwaltungsgericht ziehen.

Einige wenige Migranten ließen sich am Morgen dann doch zum Verlassen des Camps bewegen.