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South Carolina: Clintons "Dominanz im Süden"

Unmittelbar vor der Vorwahl der Demokraten im US-Staat South Carolina hat sich Ex-Präsident Bill Clinton in den Wahlkampf seiner Frau Hillary

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South Carolina: Clintons "Dominanz im Süden"

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Unmittelbar vor der Vorwahl der Demokraten im US-Staat South Carolina hat sich Ex-Präsident Bill Clinton in den Wahlkampf seiner Frau Hillary eingeschaltet.

Meinung

Sanders hat kein Abonnement auf Erfolg

Für die demokratische Präsidentschaftsbewerberin ist die Abstimmung am Samstag die letzte vor dem mit Spannung erwarteten “Super Tuesday” am Dienstag mit Vorwahlen in gleich zwölf Staaten.

Mehrere Umfragen sehen Hillary Clinton nach ihrem Erfolg in Nevada auch in South Carolina vor ihrem Rivalen Sanders.

Bill Clinton erklärte:

“Warum herrscht so große Frustration? Wegen der schönen Bilder, die Präsident Obama von der Zukunft und der Gegenwart gemalt hat. Sehr viele Amerikaner gucken sich diese an und können sich darin nicht wiederfinden. Hillary kandidiert als Präsidentin, weil sie Jedermann in diesen Bildern sehen möchte. Genau das ist ihr Vorhaben.”

2008 unterlag Hillary Clinton Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der Präsident machte sie später zur Außenministerin.

Clinton steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

Sanders beschreibt sich selbst als “demokratischen Sozialisten” und hat nach Ansicht politischer Analysten weniger Rückhalt in Reihen der schwarzen Bevölkerung vor allem in südlichen Staaten.

John Fortier vom Washingtoner Thinktank Bipartisan Policy Center erklärte:

“Die Demokratische Partei ist eine Basis für Minderheiten und speziell Afroamerikaner. Von ihnen stammte über die Hälfte der Stimmen in South Carolina, und sie stellen landesweit über ein Viertel der Wähler. Bernie Sanders` gutes Abschneiden in den ersten Staaten ist nicht mit einem Abonnement auf Erfolg gleichzusetzen. Hillary Clinton hat aber nach unserer Ansicht diese Stärke.”

Trotzdem scheinen sich die Demokraten nicht mehr hundertprozentig sicher, ob sie einer alten Polit-Dynastie wie den Clintons vertrauen können.

Wohl auch deshalb ging Clinton in South Carolina im Gegensatz zu Rivale Sanders tagelang auf Stimmenfang.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe kommentierte in Washington:

“Bernie Sanders hat fast die ganze Woche außerhalb von South Carolina verbracht. Das könnte darauf hin deuten, dass er den Staat schon abgeschrieben hat. Es ist auch ein Indiz dafür, dass Hillary Clintons Dominanz im Süden anhält.”