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Erste Ergebnisse: Reformer gehen gestärkt aus Wahlen im Iran hervor

Nach den Wahlen im Iran zeichnet sich ein Erstarken des Reformlagers ab. Medienberichten zufolge ist zu erwarten, dass die Moderaten bei der

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Erste Ergebnisse: Reformer gehen gestärkt aus Wahlen im Iran hervor

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Nach den Wahlen im Iran zeichnet sich ein Erstarken des Reformlagers ab. Medienberichten zufolge ist zu erwarten, dass die Moderaten bei der Abstimmung zur Zusammensetzung des bisher konservativ dominierten Parlaments so gut abschneiden wie seit 2004 nicht mehr. Offizielle Angaben zu vorläufigen Ergebnissen gab es zunächst nicht.

Bei der Wahl zum Expertenrat legte das Innenministerium bereits erste Resultate vor. Den bisherigen Auszählungen zufolge führen dort die Spitzenkandidaten der Reformer. Der Rat ist unter anderem dafür zuständig, den Nachfolger des Obersten Führers zu bestimmen. Da der konservative 77-jährige Ayatollah Ali Khamenei krank ist, könnte eine Entscheidung demnächst anstehen. Mit einem stärkeren Einfluss der Reformer um Präsident Hassan Ruhani könnte die Wahl auf einen moderateren Kandidaten fallen. Neben Ruhani ist der ehemalige Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani Spitzenkandidat der Reformer für Teheran.

Die Wahlbeteiligung lag mit 60 Prozent unter der vom Innenministerium erhofften 70-Prozent-Marke. In einigen Städten wird es laut Ministerium zu einer Stichwahl kommen, weil kein Kandidat die nötigen 25 Prozent erreicht hat.