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Endstation Idomeni: Tausende Flüchtlinge verharren in Griechenland

300 meist behinderte oder kranke Flüchtlinge sind von den Behörden der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien durchgelassen worden, der Rest

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Endstation Idomeni: Tausende Flüchtlinge verharren in Griechenland

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300 meist behinderte oder kranke Flüchtlinge sind von den Behörden der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien durchgelassen worden, der Rest verharrt weiterhin an der Grenze in Griechenland. Zu den über 5000 Menschen, die bereits am Samstag in Idomeni waren, sind in den vergangenen Stunden Hunderte dazugekommen. Geschätzt 7000 Menschen halten sich in dem hoffnungslos überfüllten Auffanglager auf. Eigentlich ist hier Platz für 1500 Menschen. Der Rest schläft im Freien oder in Zelten. “Für Wasser müssen wir vielleicht vier, fünf Stunden lang anstehen”, so Ibrahim aus Aleppo, “man weiß es nicht. Hier sind 7000 Menschen und es gibt nur eine Ausgabestelle für Wasser und Essen.”

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"Hier sind 7000 Menschen und es gibt nur eine Ausgabestelle für Wasser und Essen."

Um Druck auszuüben, blockierten Flüchtlinge die Gleise. Mazedonien, Kroatien, Slowenien und Serbien hatten beschlossen, nur noch 580 Migranten pro Tag einreisen zu lassen. “Schäm dich, Europa” ruft dieser Mann. Doch trotz der katastrophalen Situation reißt der Zug der Menschen Richtung Norden nicht ab. Mehr als 20.000 Flüchtlinge sind laut Regierung derzeit in Griechenland. Die NATO-Operation in der Ägäis soll Abhilfe schaffen. Sie soll unter anderem dafür sorgen, dass sich der Flüchtlingszustrom aus der Türkei verringert.