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Bald 70.000? Flüchtlingsstrom staut sich in Griechenland

Rund siebentausend Flüchtlinge stauen sich inzwischen an der griechischen Grenze nach Mazedonien. Seit Freitag hat das Nachbarland kaum Flüchtlinge

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Bald 70.000? Flüchtlingsstrom staut sich in Griechenland

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Rund siebentausend Flüchtlinge stauen sich inzwischen an der griechischen Grenze nach Mazedonien.

Seit Freitag hat das Nachbarland kaum Flüchtlinge mehr durchgelassen; noch weniger als die von den Balkanländern vereinbarten 580 am Tag.

In ganz Griechenland sind es gut zwanzigtausend Flüchtlinge, die jetzt auf ihrem Weg nach Mittel- und Nordeuropa nicht mehr weiterkommen.

Der Menschenstrom staut sich auch auf den Inseln, auf denen diese Menschen ankommen; ebenso im Hafen Piräus bei Athen, wo die Fähren von diesen Inseln anlanden.

Die griechische Regierung rechnet nun damit, dass die Zahl der Flüchtlinge im Land schon in einem Monat auf bis zu siebzigtausend steigen könne – also noch gut das dreifache der jetzigen Zahl.

Sie setzt jetzt große Hoffnungen auf den Einsatz der NATO-Schiffe zwischen der Türkei und Griechenland, der die Flüchtlingsbewegungen eindämmen soll.

Bei der EU hat Griechenland Sonderhilfen beantragt. Dem Vernehmen nach bittet Griechenland unter anderem um 228 Millionen Euro Unterstützung für den Aufbau von Auffanglagern und die Versorgung der Menschen.

Die Auffanglager und Registrierzentren im Land sind längst überfüllt. In und um Athen sind tausende Menschen auf einem stillgelegten Flughafen untergebracht, dazu in Abfertigungsgebäuden in Piräus sowie im Auffanglager Schistos, das gerade erst eröffnet wurde.