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Begeisterung in Budapest: "Son of Saul" bester fremdsprachiger Film

Jubel in Budapest: Die ungarische Produktion “Son of Saul” hat bei der diesjährigen Oscar-Verleihung den Preis für den besten fremdsprachigen Film

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Begeisterung in Budapest: "Son of Saul" bester fremdsprachiger Film

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Jubel in Budapest: Die ungarische Produktion “Son of Saul” hat bei der diesjährigen Oscar-Verleihung den Preis für den besten fremdsprachigen Film gewonnen.

Der Film erzählt vom Horror im Konzentrationslager Auschwitz und ist der Debütfilm des jungen ungarischen Regisseurs Laszlo Nemes. Der Zuschauer blickt über die Schulter des Juden Saul, der für die Verbrennung der Toten in dem Nazi-Vernichtungslager zuständig ist. Eines Tages glaubt er, den Leichnam seines Sohns zu erkennen. Sauls Todesangst wird fortan von dem Wunsch verdrängt, den Jungen zu beerdigen.

Son of Saul verzichtet auf brutale Szenen – das Grauen entfaltet sich über die Tonspur. Der Musiker Laszlo Melis komponierte die Filmmusik für “Son of Saul”:

“Wir haben eine Musik erfunden, die nicht dominiert. Zunächst gab es nur die Atmosphärentöne, die Musik habe ich anschließend komponiert. Man muss genau hinhören, um sie zu bemerken”, erzählte er euronews.

Das Drama feierte in Cannes Premiere und gewann dort den Großen Preis der Jury. “Nach dem Erfolg in Cannes und bei den Golden Globes wurde die Hoffnung vieler Ungarn auf einen Oscar für “Son of Saul” geweckt. Der Film erhält weltweites Lob. Die Auszeichnung ist ein enormer Erfolg für das ungarische Kino und seine Nachwuchstalente”, erklärt euronews-Korrespondent Attila Magyar.