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Die Reifeprüfung: Starbucks riskiert erste Filiale in Mailand

Starbucks wagt sich in die Höhle des Löwen: Fast überall auf der Welt hat die US-Kaffeekette heute Filialen – nur vor dem anspruchsvollen

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Die Reifeprüfung: Starbucks riskiert erste Filiale in Mailand

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Starbucks wagt sich in die Höhle des Löwen: Fast überall auf der Welt hat die US-Kaffeekette heute Filialen – nur vor dem anspruchsvollen Ursprungsland von Espresso und Cappuccino war der Respekt bisher zu groß.

Meinung

Das wird eine einzigartige Herausforderung

Anfang 2017 will die Kette aus Seattle eine Filiale in Italien eröffnen – in Mailand. In der lombardischen Metropole hatte sich der heutige Unternehmenschef Howard Schultz 1983 in die «Kunst und Magie» der örtlichen Kaffeekultur verliebt.

Starbucks komme mit «Demut und Respekt» nach Italien, so Schutz – und mit einer starken Kaffeemischung. «Dies ist das wichtigste Projekt unserer Gruppe», betonte der 62-Jährige in einem Bericht («Corriere della Sera»). “Das wird eine einzigartige Herausforderung”, bestätigt Starbucks-Partner Antonio Percassi.

Alle bisherigen Pläne zur Expansion in die Kaffeehochburg Italien waren im Sande verlaufen – zu groß schien die Konkurrenz der unzähligen Bars und Cafés im Land, zu anspruchsvoll der Kaffeegeschmack der minimalistisch eingestellten Italiener, die lieber einen starken, schwarzen «Ristretto» in der Mini-Tasse trinken als einen «Vanilla Bean Crème Frappuccino» im Riesenbecher.

Starbucks setzte 2015 in rund 23 000 Filialen 17,6 Milliarden Euro um – in mehr als 70 Ländern, darunter auch in China und Teilen Afrikas. Nur eben nicht in Italien.

su mit dpa