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EU-Wettbewerbsrat zögert mit Anti-Dumping Maßnahmen gegen Chinas Stahlimporte

Die europäische Stahlindustrie ist in der Krise – ihre Vertreter hatten zuletzt im vergangenen Monat in Brüssel Druck gemacht: Zu retten ist Stahl

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EU-Wettbewerbsrat zögert mit Anti-Dumping Maßnahmen gegen Chinas Stahlimporte

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Die europäische Stahlindustrie ist in der Krise – ihre Vertreter hatten zuletzt im vergangenen Monat in Brüssel Druck gemacht:

Zu retten ist Stahl aus Europa nur, wenn der Dumping-Praxis Chinas entgegengetreten wird.

Vom Wettbewerbsgipfel zu Wochenbeginn erhoffte man sich konkrete Maßnahmen, stattdessen gab es Versprechen, sie bald zu treffen.

“Wir können es nicht bei einem Anti-Dumpingzoll von lediglich sechszehn Prozent belassen”, so der spanische Industrieminister José Manuel Soria, “während einige unserer Handelspartner wie etwa die USA bis zu 200 Prozent verhängen.”

Auch wenn Peking nun den Abbau von Überkapazitäten ankündigt, bleiben Stahlimporte aus China vorererst weiter zu Spottpreisen auf dem Markt.

Ein Weg, die Chinesen zum Einlenken zu bewegen, könnte sein, ihnen den ersehnten Status einer Marktwirtschaft nicht zu gewähren.

“Ein Zutritt zur Marktwirtschaft ohne Respekt für deren Regeln führt zu unfairem Wettbewerb und zur Abwanderung von hunderttausenden von Arbeitsplätzen”,

so die italienische Staatssekretärin für wirtschaftliche Entwicklung, Teresa Bellanova, im Anschluss an die Ratssitzung.

In Europa sind derzeit rund 330-tausend Menschen an 500 Standorten direkt in der Stahlindustrie beschäftigt.

Ein Aufruf zur Rettung der Stahlindustrie kam am Montag auch von der Delegationsleiterin der österreichischen Sozialdemokraten im Europaparlament, Evelyn Regner.