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Griechenland: Hunderte weitere Flüchtlinge in Piräus eingetroffen

Trotz der geschlossenen Grenze kommen auf dem griechischen Festland weiterhin zahlreiche Flüchtlinge an. Am Montag erreichten laut Hafenverwaltung

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Griechenland: Hunderte weitere Flüchtlinge in Piräus eingetroffen

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Trotz der geschlossenen Grenze kommen auf dem griechischen Festland weiterhin zahlreiche Flüchtlinge an. Am Montag erreichten laut Hafenverwaltung etwa 1800 Menschen die Hafenstadt Piräus. Mindestens 2000 Migranten halten sich laut Schätzungen bereits am Hafen auf. Die Behörden haben sie in dem für Passagiere reservierten Teil des Geländes und in einer Lagerhalle untergebracht. Auf dem ehemaligen Flughafen im nahe gelegenen Ellinikon wurde ebenfalls ein vorübergehendes Lager errichtet.

Meinung

Vielleicht ist die Grenze offen, bitte sagen Sie Gott, dass wir Hilfe brauchen.

Der Syrer Ibrahim will trotz der geschlossenen Grenze weiter nach Norden: “Ich kann nichts machen, denn ich habe keinen Ort, an den ich gehen kann. Ich will trotzdem los. Vielleicht passiert etwas, vielleicht verändert sich die Situation. Vielleicht ist die Grenze offen, bitte sagen Sie Gott, dass wir Hilfe brauchen.”

“Ich mache mir Sorgen und ich habe Angst”, so Hasan Halef aus dem Irak. “Wir müssen dahin. Wir wollen nur überleben, wollen Frieden.”

Die Versorgung der Flüchtlinge durch die Behörden und zahlreiche ehrenamtliche Helfer auch aus dem Ausland wird immer schwieriger. Viele Kinder seien erkältet, so eine Ärztin im griechischen Fernsehen. Sie warnte vor Lungenentzündungen. Die EU-Kommission bereitet nach eigenen Angaben einen Notfallplan für Griechenland vor. Dazu gehört laut einer Sprecherin die Verstärkung von Aufnahmekapazitäten und Grenzkontrollen.