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Iñárritu, DiCaprio, Larson, "Son of Saul" - die Oscars 2016

Mit dem Oscar für den besten Film ist “Spotlight” geehrt worden. Darin geht es um die Enthüllung eines Missbrauchsskandals in der

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Iñárritu, DiCaprio, Larson, "Son of Saul" - die Oscars 2016

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Mit dem Oscar für den besten Film ist “Spotlight” geehrt worden. Darin geht es um die Enthüllung eines Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche. Der Film erzählt die wahre Geschichte, wie Journalisten der Zeitung “The Boston Globe” 2002 diesen Skandal aufdeckten.

Reich bedacht wurde der Film “The Revenant – Der Rückkehrer”: So erhielt den Oscar für die beste Regie der Mexikaner Alejandro González
Iñárritu: Er ist der erste Regisseur, der zweimal nacheinander gewann, letztes Jahr schon für “Birdman”.

Ebenfalls für seine Arbeit in “The Revenant” wurde der Kameramann Emmanuel Lubezki ausgezeichnet, auch er ein Mexikaner. Er ist sogar einer der wenigen, die drei Oscars in Folge gewannen: schon 2014 für das Weltraumepos “Gravity” und 2015 gleichfalls für “Birdman”.

Für seine Hauptrolle in “The Revenant” wurde Leonardo DiCaprio mit seinem langersehnten ersten Oscar geehrt.

Beste Hauptdarstellerin wurde Brie Larson für ihre Rolle in “Room”. Sie spielt eine Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn entführt wurde und versucht, dem Jungen in einer Gartenlaube ein ansatzweise normales Leben zu schaffen.

Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging nach Ungarn. “Son of Saul”, der Sohn Sauls, heißt der Film von László Nemes – der erste Spielfilm des ungarischen Regisseurs.

Nemes’ Film spielt im KZ Auschwitz: Die Kamera folgt immer dem jüdischen Häftling Saul, der verzweifelt versucht, seinen Sohn beerdigen zu lassen.

Eine Filmkritik an “Son of Saul” (auf Englisch)

Gleich mehrere Oscars bekam der Endzeit-Actionfilm “Mad Max: Fury Road”. Schon vor der Vergabe der Hauptpreise waren es sechs Auszeichnungen – wie etwa für Film- und für Tonschnitt, für die Kostüme oder für das Szenenbild.

Mark Rylance wurde mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Er erhielt die Trophäe für seine Rolle in “Bridge of Spies – Der Unterhändler”, das Spionagedrama, das unter anderem auf der bekannten Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam gedreht wurde.

Die Schwedin Alicia Vikander bekam den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Transsexuellendrama “The Danish Girl”.

Als beste Drehbücher wurden ausgezeichnet zum einen das Skript für “Spotlight” (bestes Originaldrehbuch) – zum anderen das adaptierte Drehbuch für den Finanzthriller “The Big Short”.

Der legendäre Komponist Ennio Morricone gewann mit 87 Jahren seinen ersten Musik-Oscar. Der Italiener schrieb die Musik zu dem Western “The Hateful 8” von Quentin Tarantino. 2007 erhielt er bereits einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.