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Argentinien einigt sich in wichtigem Schuldenstreit mit Großgläubigern

Argentinien hat sich im Grundsatz mit vier Großgläubigern geeinigt. Das teilte der vom Gericht bestellte Vermittler mit. Der Fall geht noch auf die

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Argentinien einigt sich in wichtigem Schuldenstreit mit Großgläubigern

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Argentinien hat sich im Grundsatz mit vier Großgläubigern geeinigt. Das teilte der vom Gericht bestellte Vermittler mit.

Der Fall geht noch auf die Staatspleite von 2002 zurück. Mehrere Hedgefonds aus den USA verweigern seitdem Umschuldungen.

Mit zwei dieser Fonds hat sich Argentinien gerade erst geeinigt, vier anderen wird es jetzt insgesamt 4,65 Milliarden Dollar zahlen, gut vier Milliarden Euro.

Diese Fonds würden damit rund 75 Prozent ihrer Forderungen erhalten, weit mehr als die Teilnehmer der Umschuldungen von 2005 und 2010.

Nun muss noch der Kongress des Landes zustimmen. Dass es nun vorangeht, hat auch mit Argentiniens neuem Staatspräsidenten Mauricio Macri zu tun. Seine Vorgängerin Cristina Fernández hatte jede Zahlung verweigert.

Ein Richter in den USA verfügte dann aber, so lange diese Schulden offen seien, dürften auch andere Schulden nicht bezahlt werden. Er war zuständig, weil Argentinien die fraglichen Anleihen unter amerikanischem Recht begeben hatte.

Nach der Entscheidung des Richters rutschte Argentinien 2014 technisch gesehen in die Pleite, obwohl es genug Geld hatte, und konnte keine Kredite mehr aufnehmen.