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Beweis erbracht: Zika-Virus für erhöhtes Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms verantwortlich


Frankreich

Beweis erbracht: Zika-Virus für erhöhtes Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms verantwortlich

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des französischen Instituts Pasteur bestätigt den Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Zika-Virus und der Häufung des Guillain-Barré-Syndroms. Das Institut hatte nach dem Zika-Ausbruch 2013/2014 in Französisch-Polynesien Daten gesammelt und ausgewertet.

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine entzündliche Krankheit des Nervensystems, das Muskelschwäche, Lähmungen an Extremitäten, aber in extremen Fällen auch der Atemwege hervorrufen kann. Männer sind davon 1,5 Mal häufiger betroffen als Frauen. In mehr als 90 Prozent der Fälle tritt nur ein Krankheitsschub auf, nach einem Jahr sind 70 Prozent der Patienten ohne Symptome. In 3-5 Prozent kann es zu erneuten Krankheitsschüben kommen.

Auch in Brasilien ist die Zahl der registrierten Fälle des Guillain-Barré-Syndroms in diesem Jahr gestiegen, so meldet ein auf Nervenkrankheiten spezialisiertes Krankenhaus in Rio de Janeiro 16 neue Fälle seit Januar.

In Südamerika, vor allem in Brasilien und Kolumbien, ist seit Mitte 2015 eine erhöhte Zahl von Mikrozephalien bei Neugeborenen registriert worden. Das Zika-Virus steht im Verdacht, diese Fehlbildungen des Gehirns hervorzurufen, wenn sich Schwangere mit dem Virus infizieren.

Einen Beweis dafür, dass das Zika-Virus für Mikrozephalie verantwortlich ist, gibt es bislang noch nicht.

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