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Lage an Griechenlands Grenze zu Mazedonien kaum verändert

An Griechenlands Grenze zu Mazedonien ändert sich nicht viel: Nur wenige Flüchtlinge werden durchgelassen, alle anderen stauen sich vor der Grenze

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Lage an Griechenlands Grenze zu Mazedonien kaum verändert

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An Griechenlands Grenze zu Mazedonien ändert sich nicht viel: Nur wenige Flüchtlinge werden durchgelassen, alle anderen stauen sich vor der Grenze rund um den Ort Idomeni – inzwischen nach EU-Angaben wohl zwölf- bis fünfzehntausend Menschen.

Meinung

Sieben Leute im Zelt, und die Zelte kaufen wir selbst.

“Die Kälte macht uns Sorgen, dazu Krankenheiten; wir brauchen Sachen für die Kinder und eine Unterkunft”, sagt eine schwangere Frau aus Irak. “Wir sind sieben Leute im Zelt, und diese Zelte kaufen wir auch noch selbst.”

Geht es so weiter, erwartet Griechenland bis Monatsende einen Rückstau von siebzigtausend Flüchtlingen im Land.

Die EU will jetzt über drei Jahre 700 Millionen Euro bereitstellen für Länder, die sich einem solchen Anstrom (oder anderen außergewöhnlichen Krisen) gegenübersehen – faktisch also zunächst vor allem Griechenland.

Die ersten 300 Millionen sollen so schnell wie möglich schon im laufenden Jahr fließen. Dazu will die EU-Kommission einen Nachtragshaushalt vorschlagen. Je 200 Millionen Euro sind für 2017 und 2018 vorgesehen.

Woher das Geld kommen soll, ist unklar. Es müsste wohl auf zusätzliche Mittel von Seiten der EU-Länder hinauslaufen; ob diese sich darauf einigen könnten, ist jedoch ungewiss.

Nach Angaben der IOM, der Internationalen Organisation für Migration, sind dieses Jahr schon wieder 120000 Menschen von der türkischen Küste nach Griechenland übergesetzt.

Die Route über das Mittelmeer nach Italien nahmen dagegen nur noch neuntausend Flüchtlinge.

Erstmals nach langer Zeit hat die Türkei aber auch eine größere Zahl von Migranten aus Griechenland wieder zurückgenommen. Insgesamt wurden am Dienstag und Mittwoch 267 Menschen zurückgeschickt, nach griechischen Angaben Marokkaner, Algerier und Tunesier.

Die Migranten waren in den vergangenen Wochen zu den griechischen Inseln übergesetzt und weigerten sich, in Griechenland Asyl zu beantragen. Sie wollten stattdessen weiter nach Mitteleuropa und wurden von den griechischen Sicherheitsbehörden festgenommen.