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EU-Ratspräsident Tusk zu Gesprächen über Flüchtlingskrise in Athen und Ankara.

Seit der Schließung der Grenzen entlang der Balkanroute eskaliert die Lage der Flüchtlinge in Griechenland. Im Bemühen, eine Lösung für die Krise zu

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EU-Ratspräsident Tusk zu Gesprächen über Flüchtlingskrise in Athen und Ankara.

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Seit der Schließung der Grenzen entlang der Balkanroute eskaliert die Lage der Flüchtlinge in Griechenland.
Im Bemühen, eine Lösung für die Krise zu finden, traf EU-Ratspräsident Donald Tusk am Mittwoch zunächst in Athen mit dem griechischen Regierungschef Tsipras zusammen.
Anschließend richtete er ein Appell an sogenannte Wirtschaftsmigranten:

“Ich fordere alle potenziellen illegalen Wirtschaftsmigranten – egal woher sie stammen – auf: Kommen Sie nicht nach Europa. Glauben Sie den Schmugglern nicht. Riskieren Sie ihr Leben und ihr Geld nicht. Es wird umsonst sein.”

Am nachmittag machte sich Tusk in Ankara gegenüber dem türkischen Ministerpäsidenten Davutoglu für eine Rückführung illegaler Migranten aus Europa stark, weil dies das Geschäftsmodell der Menschenschmuggler zerstören würde.

Davutoglu selbst kritisierte, wie vor ihm schon Tsipras, die Grenzschließung als Mittel zur
Lösung der Krise:

“Alle Grenzen zuzumachen und so zu tun, als gehe das Problem nur Griechenland und die Türkei etwas an, ist keine gute Sache.”

Allein an der Grenze zu Mazedonien harren derzeit zehntausend Flüchtlinge aus.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen forderte eine zügige Umsetzung der von der EU beschlossenen Hilfsmaßnahmen.