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Facebook passt nicht mehr so ganz ins Steuerschlupfloch Irland

Facebook rechnet seine Werbe-Deals im britischen Markt künftig weniger über Irland ab und muss deshalb voraussichtlich deutlich mehr Steuern in

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Facebook passt nicht mehr so ganz ins Steuerschlupfloch Irland

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Facebook rechnet seine Werbe-Deals im britischen Markt
künftig weniger über Irland ab und muss deshalb voraussichtlich deutlich mehr Steuern in Großbritannien zahlen.

Das mache die Geschäfte im Vereinigten Königreich «transparenter», so das Online-Netzwerk, ohne Zahlen zu nennen.

Facebook war in Großbritannien scharf kritisiert worden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass das Unternehmen dort 2014 nur rund 5.570 Euro Körperschaftssteuer gezahlt hatte – obwohl der britische nach den USA der zweitgrößte Markt des Unternehmens ist.

Man werde ab 2017 Steuern auf Gewinne zahlen, die die Firma durch Werbeeinnahmen in Großbritannien erzielt, statt wie bisher die Umsätze für seine größten Anzeigenkunden über Irland zu verbuchen, hieß es. Bei kleineren Firmen fließen die Erlöse aber offenbar weiter über Irland.

In Irland liegt der Steuersatz deutlich niedriger.

Großbritannien hatte im vergangenen Jahr sein Steuergesetz geändert, um zu verhindern, dass multinationale Konzerne legal Steuern vermeiden können. Die Änderung tritt ab April in Kraft.

Facebook setzte im abgelaufenen Quartal weltweit 5,32 Milliarden Euro um (+ 52 Prozent). Der Gewinn stieg dank rasant anschwellender Werbeeinnahmen auf 1,42 Milliarden Euro.

Wie im Januar bekanntwurde, zahlt der Internetriese Google in Großbritannien 168 Millionen Euro Steuern nach und wird dort künftig ebenfalls höhere Abgaben leisten.

su mit Reuters