Eilmeldung

Eilmeldung

Zimbabwe will Diamantenminen verstaatlichen

Zimbabwe zählt zu den zehn größten Diamantenproduzenten der Welt. Staatschef Robert Mugabe wünscht sich mehr Zugriff auf die Branche, er will alle

Sie lesen gerade:

Zimbabwe will Diamantenminen verstaatlichen

Schriftgrösse Aa Aa

Zimbabwe zählt zu den zehn größten Diamantenproduzenten der Welt. Staatschef Robert Mugabe wünscht sich mehr Zugriff auf die Branche, er will alle Diamantenminen seines Landes verstaatlichen. Bisher habe das Land nicht viel Geld von der Diamantenindustrie bekommen. Durch „Schwindel und Schmuggel“ sei das Land seiner Reichtümer beraubt worden.

Robert Mugabe hatte seinen 92. Geburtstag mit einer luxuriösen Massenparty gefeiert, Mugabe lud 50.000 Gäste in die historische Ruinenstadt Great Zimbabwe. Nach Angaben staatlicher Medien kostete die Feier mehr als 700 000 Euro, sechzig Tiere wurden geschlachtet, es gab hunderte Kilo Wild und Rind. Allein der Kuchen für das Geburtstagskind, der die Form Afrikas hatte, wog 92 Kilo. Nach dem Fest standen Menschen Schlange, um Essensreste abzubekommen.

Politische Beobachter kritisierten die üppigen Feierlichkeiten inmitten der dramatischen Wirtschaftskrise und der Dürrekatastrophe. Derzeit sind rund drei Millionen Simbabwer nach Angaben der Regierung von Hunger bedroht. Mugabe hatte Anfang Februar um internationale Unterstützung von 1,4 Milliarden Euro gebeten.

Bisher ist nur eine von sechs Diamantenminen ganz in staatlicher Hand, eine weitere wird von einem zimbabwischen Privatunternehmer geführt. Vier Minen werden von ausländischen Privatinvestoren aus China, Ghana und Dubai als Joint-Venture mit der Regierung betrieben. Die Produktion in den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 660.000 Karat auf 420.000 Karat zurück.