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Gipfeltreffen zur Flüchtlingskrise: Vereinbarung mit Ankara rückt näher

In der Flüchtlingskrise rückt eine Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei näher. Das Gipfeltreffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der

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Gipfeltreffen zur Flüchtlingskrise: Vereinbarung mit Ankara rückt näher

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In der Flüchtlingskrise rückt eine Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei näher. Das Gipfeltreffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der EU und Ankara dauert länger als geplant. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu machte allerdings weitreichende Vorschläge, über die im Verlauf des Abends debattiert wurde.

Vor Beginn des Treffens sagte Davutoglu, der Gipfel zeige, dass die Türkei für die EU unentbehrlich sei, ebenso wie die EU für die Türkei. “Große Herausforderungen stehen vor uns”, fügte er hinzu, “eine Antwort darauf ist Solidarität. Ich bin mir dessen sicher, dass Zusammenarbeit der Schlüssel für eine Lösung ist. Die Türkei ist bereit, mit der EU zusammenzuarbeiten, die Türkei ist bereit, der EU beizutreten.”

Kern eines möglichen Deals ist, dass die Türkei bereit ist, nicht nur Wirtschaftsflüchtlinge, sondern auch Syrer aus Griechenland zurückzunehmen. Dafür soll die EU im Gegenzug der Türkei direkt syrische Flüchtlinge abnehmen – eins zu eins.

Wie der Präsident des Europaparlaments , Martin Schulz, in einer Pressekonferenz erläuterte, erhofft man sich damit, Schlepperbanden das Handwerk zu legen. Die Botschaft an die in die Türkei zurückgeführten Flüchtlinge sei, dass diese sich dort registrieren lassen müssten, um eine Chance zu bekommen, im Rahmen eines Umverteilungsplans nach Europa zu gelangen. Man wolle damit die Schlepper, nicht die Flüchtlinge treffen.

Verhandelt wird auch über Visaerleichterungen für türkische Bürger. Diese sollen bereits im Juni und nicht erst im Oktober greifen. Zu den bereits zugesagten drei Milliarden Euro Flüchtlingshilfe fordert die Türkei weitere drei Milliarden.