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Annäherung zwischen EU und Türkei in der Flüchtlingskrise

Eine Einigung zwischen der Europäischen Union und der Türkei zur Lösung der Flüchtlingskrise soll bis Ende der kommenden Woche erreicht werden. Die

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Annäherung zwischen EU und Türkei in der Flüchtlingskrise

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Eine Einigung zwischen der Europäischen Union und der Türkei zur Lösung der Flüchtlingskrise soll bis Ende der kommenden Woche erreicht werden. Die Türkei hat sich zur Aufnahme aller Migranten bereit erklärt, die unerlaubt von ihrem Territorium nach Griechenland übergesetzt haben. Für jeden rückgeführten Syrer wollen die EU-Staaten einem in der Türkei aufgenommenen syrischen Flüchtling die Einreise erlauben.

Dies sei ein wichtiger Schritt, so EU-Ratspräsident Donald Tusk während des Gipfeltreffens zwischen der EU und der Türkei. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu habe bestätigt, so Tusk, dass sein Land alle Migranten aufnehmen werde, die von der Türkei nach Griechenland gereist seien, aber keines internationalen Schutzes bedürfen. Bei der Rückführung der Flüchtlinge werde die EU Griechenland unterstützen. “Mit dieser Entscheidung”, so Tusk, “machen wir deutlich, dass die Tage ungeregelter Einwanderung nach Europa vorüber sind.”

Um der Türkei bei der Versorgung der Flüchtlinge zu helfen, soll die Auszahlung der bereits im vergangenen Jahr zugesagten EU-Hilfe von 3 Milliarden Euro beschleunigt werden. Über weitere Finanzhilfe soll verhandelt werden.

“Unser Ziel besteht darin”, so Ahmet Davutoglu, “illegale Einwanderung und Menschenschmuggel zu beenden. Wir wollen den Menschen dabei helfen, auf legale und disziplinierte Weise nach Europa zu gelangen.”

Am Dienstagmorgen sind weitere 800 Migranten in der griechischen Hafenstadt Piräus angekommen. Sie wollen nach Nordgriechenland weiterreisen, obwohl die Grenze zu Mazedonien geschlossen bleibt. Laut Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen sind in diesem Jahr mehr als 130.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen.