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Fall Pechstein: Urteil am 7. Juni erwartet

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein muss noch auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe warten. Am 7. Juli soll eine Entscheidung verkündet

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Eisschnellläuferin Claudia Pechstein muss noch auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe warten. Am 7. Juli soll eine Entscheidung verkündet werden, gab die oberste Richterin an diesem Dienstag bekannt.

Die 44-jährige Pechstein, mit fünf Goldmedaillen die erfolgreichste deutsche Athletin bei olympischen Winterspielen, fordert vom Internationalen Eisschnelllaufverband Schadensersatz in Höhe von fast fünf Millionen Euro. Der Verband hatte es als erwiesen angesehen, dass Pechstein Blutdoping betrieben habe und daraufhin 2009 eine Sperre von zwei Jahren ausgesprochen. Das Urteil war anhand von Indizien (eine ungewöhnlich hohe Anzahl frischer roter Blutkörperchen) gefällt worden. In einem solchen Fall wird von “indirektem Nachweis” gesprochen. Pechstein bestreitet, gedopt zu haben oder unerlaubte Praktiken angewendet zu haben und argumentiert, sie leide unter einer vererbten Blutanomalie. Darauf seien die Werte zurückzuführen.

Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne hatte das Urteil des Verbandes bestätigt, eine Revision wurde abgewiesen. Pechstein reichte beim Landgericht München eine Schadensersatzklage ein, die im Februar 2014 zurückgewiesen wurde. Das Oberlandesgericht in München hingegen ließ im Januar 2015 eine Schadensersatzklage zu. Der Internationale Eisschnelllaufverband legte Revision ein, die nun in Karlsruhe verhandelt wird.