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Balkanroute dicht: Slowenien setzt Kettenreaktion in Gang

Für Migranten und Flüchtlinge auf der Balkanroute werden die Chancen auf ein Durchkommen nach Westeuropa immer geringer. Immer mehr Transitländer

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Balkanroute dicht: Slowenien setzt Kettenreaktion in Gang

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Für Migranten und Flüchtlinge auf der Balkanroute werden die Chancen auf ein Durchkommen nach Westeuropa immer geringer.

Immer mehr Transitländer entlang der Balkanroute haben ihre Grenzen geschlossen. Slowenien kündigte die verschärften Regelungen zuerst an und setzte damit eine Kettenreaktion in Gang: Auch Serbien, Kroatien und Mazedonien wollen nur noch Personen mit gültigem Pass und Visum durchlassen.

Der slowenische Regierungschef Miro Cerar erklärte, die Flüchtlingsroute sei praktisch geschlossen. Sein Land werde pro Monat 40 bis 50 Menschen Asyl gewähren: “Dass die Balkanroute schließt, bedeutet, dass alle Länder auf der Balkanroute – einschließlich Griechenland – mit der Kooperation der Türkei, irreguläre Migranten zurückschicken”, so Cerar.

Beim EU-Gipfel am Montag war eine Vereinbarung mit der Türkei diskutiert worden, die die Rückführung aller illegalen Migranten vorsieht.

Am Dienstag beschlossen die als verfeindet geltenden Länder Türkei und Griechenland eine vertiefte Kooperation zur Bekämpfung des Menschenschmuggels.

Zahlreiche Länder hatten sich in Brüssel für die Schließung der Balkanroute ausgesprochen, darunter Österreich.

Die neuen Regelungen betreffen vor allem Flüchtlinge, die momentan auf der Balkanroute unterwegs sind. Zehntausend sitzen in Griechenland fest. In vielen provisorischen Lagern wie etwa in der mazedonisch-griechischen Grenzstadt Idomeni verschlechtern sich die Bedingungen täglich.