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Nach der Schließung der Balkanroute: Proteste entlang der griechisch-mazedonischen Grenze

Die Flüchtlinge in Idomeni haben gegen die Schließung der Grenzen auf der Balkonroute protestiert. Am Mittwoch hatte die EJR Mazedonien seine Grenze

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Nach der Schließung der Balkanroute: Proteste entlang der griechisch-mazedonischen Grenze

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Die Flüchtlinge in Idomeni haben gegen die Schließung der Grenzen auf der Balkonroute protestiert.
Am Mittwoch hatte die EJR Mazedonien seine Grenze zu Slowenien komplett geschlossen, Slowenien, Kroatien und Serbien folgten diesem Beispiel. Auch sie lassen nun fast keine Flüchtlinge mehr in ihre Länder.

Mehr als 15.000 Menschen halten sich in Idomeni auf. Das von der UNHCR gebaute Aufnahmelager in Idomeni hat Kapazitäten für rund 2000 Menschen.

Nidal, ein syrischer Flüchtling erzählt:
“Ich fühle mich krank vom Warten. Ich bin müde und langweile mich, ich warte auf nichts. Ich warte, warte und dann wieder nichts. Obwohl ich weiß, dass nichts kommt, warte ich.”

Hilfsorganisationen sind besorgt über die sich verschlechternde Lage der Migranten, unter ihnen Hunderte von Kindern. Seit Wochen harren sie in den kalten und nassen Bedinungen an der Grenze aus:
“Wir haben Angst, dass die Kinder sich hier krank werden. Die Bedingungen in diesem Lager, der Rauch, die Feuchtigkeit, das ist nicht gut für ihre Lungen.” sagt dieser Koordinator der Ärzte ohne Grenzen.

Die Lage spitzt sich immer mehr zu. Inzwischen sind fast 36.000 Flüchtlinge in Griechenland angekommen, 38 Prozent von ihnen Kinder. Auf dem nächsten Krisengipfel am 17. und 18. März will die EU mit der Türkei ein verbindliches Abkommen schließen, um die Migrationsbewegungen in die EU besser zu organisieren.