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Volkswagen - auch Bankbetrug und Steuervergehen in den USA?


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Volkswagen - auch Bankbetrug und Steuervergehen in den USA?

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Die US-Justiz weitet ihre Ermittlungen im VW-Abgasskandal aus.

Das Justizministerium gehe nun auch dem Verdacht des Bankbetrugs nach, so ein Insider (laut “Reuters”). In diesem Zusammenhang geht es nach Medienberichten (“Wall Street Journal”) auch um mögliche Verstöße gegen Steuergesetze.
Danach ermittelt das US-Justizministerium, ob Kreditgeber bei der Finanzierung von Fahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten geschädigt wurden. Analysten rechnen nun mit zusätzlichen Strafzahlungen für VW. Volkswagen äußerte sich zu der aktuellen Entwicklung nicht.

Die VW-Aktie verlor zeitweise mehr als vier Prozent.

Die negativen Nachrichten zum “Dieselgate” hätten in den vergangenen Tagen zugenommen, so DZ-Bank-Analyst Michael Punzet. “Mögliche weitere finanziellen Belastungen könnten zu einer stärkeren Dividendenkürzung als vom Markt angenommen führen.” Und bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die VW-Aktie. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 16 Prozent an Wert verloren, im Vergleich zu knapp zehn Prozent Verlust beim Leitindex Dax. “Es wird sicher nicht billiger für Volkswagen”, sagte Frank Schwope von der NordLB.

Der Wolfsburger Konzern ist in den USA wegen Verstößen gegen Umweltgesetze bereits mit einer hohen Strafandrohung konfrontiert. Dabei steht eine Strafe von bis zu 42 Milliarden Euro im Raum. Dazu kommen weltweit rund 80.000 Sammelklagen.

Experten schätzen, dass der Abgasskandal einschließlich Schadensersatzzahlungen VW am Ende mehr als 30 Milliarden Euro kosten könnte.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte war in den USA durch die Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht worden. VW hatte daraufhin den Einsatz einer illegalen Software zugegeben, durch die Stickoxid-Werte von Dieselautos nur auf dem Prüfstand eingehalten werden. Weltweit sind von dem Betrug rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Während VW in den USA noch mit den Behörden über die Reparatur beziehungsweise den Austausch der Fahrzeuge verhandelt, ist der Rückruf in Europa bereits angelaufen.

su mit Reuters

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