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Aung San Suu Kyi wird nicht Präsidentin in Myanmar

Aller Verhandlungen mit dem Militär blieben erfolglos. Nun hat Suu Kyis NLD einen engen Vetrauten der ehemaligen Oppositionsführerin nominiert.

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Aung San Suu Kyi wird nicht Präsidentin in Myanmar

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In Myanmar hat die Nationale Liga für Demokratie (NLD) der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi einen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl vorgeschlagen.

Der 70-jährige Universitätsprofessor Htin Kyaw gilt als enger Vertrauter Suu Kyis, ging mit ihr zur Schule, ist ihr Berater und Vorsitzender ihrer gemeinnützigen Stiftung.

Die NLD hat seit der Parlamentswahl im November die absolute Mehrheit im Parlament. Dass ihr Kandidat gewinnt, gilt daher als sehr wahrscheinlich.

Weil Suu Kyis Söhne beide Briten sind, kann sie selbst nach der derzeitigen Verfassung nicht Präsidentin werden.

Nach der Wahl hatte sie erklärte, dass sie de facto die Staatsgeschäfte führen werde.

Ihre Verhandlungen mit dem mächtigen Militär über eine Verfassungsänderung, die es ihr erlauben würde, das Präsidentenamt zu übernehmen, blieben erfolglos.

Die endgültige Wahl des Präsidenten ist für die kommenden Woche geplant.