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EODM-Sänger: Wusste die Bataclan-Security Bescheid?

Hatten die Sicherheitskräfte im Bataclan etwas mit den Attentätern vom 13. November zu tun? Jesse Hughes, Frontmann der Band Eagles of Death Metal

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EODM-Sänger: Wusste die Bataclan-Security Bescheid?

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Hatten die Sicherheitskräfte im Bataclan etwas mit den Attentätern vom 13. November zu tun? Jesse Hughes, Frontmann der Band Eagles of Death Metal, die am Abend des Anschlags in dem Pariser Club auf der Bühne stand, scheint genau das nicht ausschließen zu wollen.

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender Fox Business äußerte er sich zu den Sicherheitsvorkehrungen im Konzertsaal. Er zeigte sich darin verwundert über das Personal. Ein Wachmann hinter der Bühne etwa habe ihn gar nicht beachtet. Schließlich habe sich zudem herausgestellt, dass etwa sechs Sicherheitsmitarbeiter gar nicht erst aufgetaucht seien.

Gefragt, warum das so gewesen sei, antwortete Hughes: “Aus Respekt vor der Polizei, die noch ermittelt, werde ich keine definitive Aussage machen, aber es scheint ziemlich offensichtlich, dass sie einen Grund hatten, nicht da zu sein.

Hughes ist ein Verfechter freien Waffenbesitzes. Er hängt den Republikanern an und ist Mitglied der US-Waffenlobby NRA (siehe Infokasten).



Jesse und die Waffen

Jesse Hughes hatte vor dem letzten Konzert in Paris einem französischen Fernsehsender gegenüber gesagt, solange es Waffen gebe, müsse vielleicht jeder eine Waffe tragen. Und er stellte die rhetorische Frage: “Hat Ihre französische Waffenkontrolle den Tod einer einzigen Person verhindert?” Hätte er am 13. November eine Waffe gehabt, hätte er etwas ändern können, so Hughes, der Mitglied der US-amerikanischen Waffenlobby NRA ist.

Politisch positioniert sich Hughes am rechten Rand der US-amerikanischen Republikaner. Früher ware er Redenschreiber dieser Partei, und er ist ein Anhänger des früheren Präsidenten George W. Bush, dessen Irak-Invasion er nach wie vor für richtig hält. Obama bezeichnete er als Schwanzlutscher.

Am Abend des “Bataclan”-Auftritts hatten weitere Attentäter fast zeitgleich auch an verschiedenen Bars und Restaurants in Paris sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis zugeschlagen. Insgesamt starben bei der Terrorserie 130 unschuldige Menschen.