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Türkei nimmt erneut Migranten aus Griechenland zurück

Die Türkei hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage eine größere Zahl von Flüchtlingen zurückgenommen. Die griechischen Behörden schoben 81

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Die Türkei hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage eine größere Zahl von Flüchtlingen zurückgenommen. Die griechischen Behörden schoben 81 Menschen ab, die illegal aus Pakistan, Marokko, Algerien und Tunesien eingereist waren. Ankara bemüht sich offenbar darum zu zeigen, dass es die beim jüngsten EU-Türkei-Gipfeltreffen gemachten Versprechungen ernst nimmt.

“Wir fordern die sofortige Umsetzung des sogenannten Aktionsplans mit der Türkei, wir fordern die Umsetzung des Rücknahme-Abkommens mit der Türkei und wir wollen, dass sich die EU-Mitgliedsstaaten zur Umverteilung der Flüchtlinge verpflichten”, so der griechische Migrationsminister Giannis Mouzalas bei einem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel.

Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner kritisierte:
“Lassen Sie mich voranstellen, dass ich es für außerst fragwürdig halte, wenn die Türkei hier eine regierungskritische Zeitung unter Zwangsverwaltung und drei Tage später die Europäische Union konfrontiert mit einer Wunschliste und damit auch noch belohnt wird, dass man über eine Vorverlegung der Visaliberalisierung diskutiert. Da stelle ich mir schon die Frage, ob wir uns und unsere Werte letztendlich über Bord werfen.”

An der geschlossenen griechisch-mazedonischen Grenze sitzen mehr als 13.000 Menschen fest. “Nachdem die Balkanroute geschlossen ist, wollen die Europäische Kommission und Italien vermeiden, dass die Flüchtlinge auf andere Routen ausweichen”, sagt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Italiens Innenminister Angelino Alfano will in den kommenden Tagen nach Albanien reisen. In Griechenland steigen unterdessen die Spannungen unter den mehr als 40.000 Flüchtlingen und Migranten, die dort gestrandet sind.”