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YouTube-Hit "Putin, Putout" sorgt für Furore

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YouTube-Hit "Putin, Putout" sorgt für Furore

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Zwei Wochen stand seine Putin-Parodie auf YouTube, dann hatte der slowenische Komiker Klemen Slakonja mehr Klicks als sein Land Einwohner. Mehr als

Zwei Wochen stand seine Putin-Parodie auf YouTube, dann hatte der slowenische Komiker Klemen Slakonja mehr Klicks als sein Land Einwohner. Mehr als drei Millionen Menschen haben sein “Putin, Putout”-Video gesehen, das er Ende Februar veröffentlichte. Darin nimmt er den russischen Präsidenten mächtig auf die Schippe. Das Video feierte sein Debüt beim slowenischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Dort lief es außer Konkurrenz.

Meinung

Man soll nicht deswegen streiten, ich will Menschen verbinden.

“Ich hatte beschlossen, das Video selbst zu finanzieren. Einige der Teammitglieder drehten es kostenlos, so war es für mich ein bisschen leichter. Dann kam die Einladung zum EMA, das ist die slowenische Auswahl für den Eurovision Song Contest. Und ich dachte mir, Putin würde großartig in meinen Programmteil passen”, so Klemen Slakonja.

Sein Putin-Video brachte dem vorher international unbekannten Schauspieler unerwarteten Ruhm. Slakonja betont, dass er mit seinen Parodien niemand verletzen wolle:

“Ich versuche, immer im Rahmen des guten Geschmacks zu bleiben, sodass die Leute den Text und das ganze Musikvideo unterschiedlich interpretieren können. Man soll nicht deswegen streiten, ich will Menschen verbinden. Dass sowohl Menschen, die den Karikierten lieben, meinen Song mögen können, als auch diejenigen, die dieser Person ablehnend gegenüberstehen. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen.”

Niemand ist sicher vor Slakonjas Humor. 2013 drehte er ein Video über Papst Franziskus. Auch den slowenischen Basketballstar Goran Dragic oder den britischen Koch Jamie Oliver hatte er schon im Visier. An Ideen mangelt es dem Künstler nicht:

“Ich schwimme mit dem Strom, mein nächster auf der Liste ist Donald Trump. Und nach Donald – Angela Merkel.”

Der 31-Jährige, der hauptberuflich am slowenischen Nationaltheater arbeitet, hofft durch seinen YouTube-Ruhm auf Sponsoren für seine weiteren Projekte.