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Für und gegen Maduro: Venezuela auf den Beinen

In Venezuelas Hauptstadt Caracas haben Gegner von Präsident Nicolás Maduro den Rücktritt des Staats- und Regierungschefs gefordert. Sie werfen ihm

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Für und gegen Maduro: Venezuela auf den Beinen

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In Venezuelas Hauptstadt Caracas haben Gegner von Präsident Nicolás Maduro den Rücktritt des Staats- und Regierungschefs gefordert. Sie werfen ihm unter anderem vor, für wirtschaftliche Not im Land verantwortlich zu sein. Das Bündnis MUD (Mesa de la Unidad Democrática), das in der venezolanischen Nationalversammlung die Mehrheit hat und zu Maduro in Opposition steht, will nach eigenen Angaben alle laut Verfassung zulässigen Mittel aufwenden, um die Regierung zu Fall zu bringen.

Sie wolle helfen, das Ende dieses korrupten Präsidenten einzuläuten, der Venezuela ruiniert habe, sagte eine Demonstrantin. “Wir teilen der ganzen Welt mit, dass Venezuela von Maduro die Nase voll hat. Das Volk ist auf die Straße gegangen und geht nicht nach Hause, ehe Nicolás Maduro zurücktritt”, so ein Mann.

Maduro: “Wir wollen nicht, dass Venezuela vom Yankee-Imperium bedroht wird”

Gleichzeitig demonstrierten auch Anhänger der Regierung und des Präsidenten. Sie skandierten unter anderem, ihr Vaterland müsse vor ausländischer Einmischung geschützt und dürfte nicht verkauft werden.

“Wir fordern nichts und wollen keine Gefälligkeiten”, sagte Nicolás Maduro. “Wir wollen nur das, was unser gutes Recht ist: Dass Venezuela nicht von einer ausländischen Regierung bedroht wird, dass Venezuela nicht vom Yankee-Imperium bedroht wird.”

Die USA haben Sanktionen gegen venezolanische Funktionäre verhängt. Washington wirft der Regierung unter anderem vor, Menschenrechte zu verletzen und politische Gegner zu verfolgen. Die venezolanische Regierung bezeichnet die Maßnahmen der Vereinigten Staaten als unverhältnismäßig und spricht von Imperialismus. Venezuela wiederum hatte im vergangenen Jahr Einreiseverbote gegen US-Amerikaner, darunter Altpräsident George W. Bush, verhängt.

Maduro setzte Mitte Januar ein Dekret in Kraft, um mit Sondervollmachten die wirtschaftliche Not zu bekämpfen. Das Parlament stimmte gegen den Entscheid, das oberste Gericht des Landes billigte das Dekret allerdings.