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Gravity: Gut, besser, Gut

Wir beginnen diese Ausgabe von Gravity mit der Kombination in Lenzerheide und einem Heimerfolg für die Schweizerinnen. Wendy Holdener gewann und

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Gravity: Gut, besser, Gut

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Wir beginnen diese Ausgabe von Gravity mit der Kombination in Lenzerheide und einem Heimerfolg für die Schweizerinnen. Wendy Holdener gewann und holte die kleine Kristallkugel, Podium und Gesamtsieg für Lara Gut.

Kombination der Frauen

Lara Gut hat den Gesamtwelcup gewonnen. Bei der Kombination fuhr sie jetzt in Lenzerheide auf den dritten Platz. Das genügte ihr, um sich die Große Kristallkugel und gut drei Millionen Franken Siegprämie zu sichern – und das bei teils schlechten Sicherverhältnissen. Die Fahrt musste wegen Nebels etwas verschoben werden. Gut ist damit die erste Schweizerin seit 21 Jahren, die den Gesamtweltcup gewinnt. Das letzte Mal war das Vreni Schneider gelungen, 1995, da war Lara Gut drei Jahre alt. Viktoria Rebensburg fährt Gut nun in der Gesamtwertung mit 355 Punkten Rückstand hinterher.

Den Sieg in der Kombination holte sich derweil Guts Landsfrau Wendy Holdener. Sie war 46 Hunderstel Sekunden schneller als die Österreicherin Michaela Kirchgasser, die auf den zweiten Platz fuhr. Lara Gut kam – wie gesagt – als Dritte mit rund 47 Hundertseln hinter der Gewinnerin ins Ziel. Für Holdener ist es nach dem Slalom der zweite Weltcupsieg.

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Jansrud ganz oben

Der Super-G in Kvitfjell bleibt die Domäne von Kjetil Jansrud. Der Norweger gewinnt den Wettbewerb auf heimischem Boden zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal überhaupt. Jansrud selbst bezeichnete seine Fahrt als “nicht perfekt, aber besser als die der anderen.” Die norwegische Herren-Mannschaft hat in diesem Winter damit 19 Siege geholt. Nur Österreich sind bisher mehr gelungen.

Zweiter hinter Jansrud wurde Vincent Kriechmayr aus Österreich. Er war 17 Hunderstel Sekunden langsamer als Jansrud. Damit konnte er den 29. Platz in der Abfahrt etwas vergessen machen.

Dominik Paris aus Italien musste sich nach seinem Abfahrtssieg vom Freitag jetzt mit dem dritten Platz begnügen. Er hatte einen Rückstand von 32 Hundersteln auf Jansrud. Bestern Schweizer war Beat Feuz, der auf den sechsten Platz fuhr. Und mit Andreas Sander auf dem zehnten Platz schaffte es nur ein Deutscher in die Top-Ten beim Super-G.

Warum die Abfahrtsfahrer oft so alt sind

Fünf Männer haben am kommenden Mittwoch die Chance, in Sankt-Moritz die Abfahrts-Kugel zu holen. Vier von ihnen, Aksel Lund Svindal, Peter Fill, Kjetil Jansrud und Adrien Théaux, sind bereits älter als 30. Kein Zufall, sagt unser Experte, der frühere französische Skifahrer Franck Piccard.

“Die Abfahrt hat schon immer viel Erfahrung verlangt, viel Voraussicht, die Fähigkeit, mit der Situation richtig umzugehen. Das geht nur, wenn man mehrere Male am Weltcup teilgenommen hat. Deshalb sind bei der Abfahrt oft diese Leute dabei, die sich über die Jahre die Technik und das Wissen über die Pisten angeeignet haben und die in der Lage sind, sich daran anzupassen. Deshalb brauchen wir bei der Abfahrt erfahrene Skiläufer.”

Blick zurück: Das Duell Zurbriggen-Girardelli

Zurbriggen-Girardelli, Girardelli-Zurbriggen: die Rivalität zwischen dem Schweizer und dem Luxemburger hat den Achtzigern ihren Stempel aufgedrückt. Acht Jahre am Stück machten die Männer das Rennen um die Kristallkugel unter sich aus. Bei der Ski-WM 1985 war aber Pirmin Zurbriggen der strahlende Sieger. Der Mann aus dem Wallis war am Meniskus operiert worden, drei Wochen, bevor die WM im italienischen Bormio losging. Am 3. Februar 1985, einen Tag vor seinem 22. Geburtstag, überraschte Zurbriggen die Favoriten mit seiner Rückennummer 1, als er mit 11 Hunderstel Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Peter Müller ins Ziel kam. Zurbriggen gewann danach die Kombination und im Riesenslalom holte er Silber. So wurde er schließlich in der Schweiz zum Sportler des Jahres gewählt.

It’s Snowtime: Tolle Bilder vom Skibergsteigen

Und wir beenden diese Folge von Gravity mit einem der schwierigsten und berühmtesten Wettbewerbe im Skibergsteigen: Der Pierra Menta. Nach vier Tagen und 10.000 überwundenen Höhenmetern in den Savoyen konnte sich bei den Männern das französisch-spanische Duo Mathéo Jacquemoud und Killian Jornet über den Sieg freuen. Bei den Frauen gewannen die Französinnen Axelle Mollaret und Laetitia Roux die 31. Ausgabe des Rennens.