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Südkorea: Proteste gegen Militärmanöver

In Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas, haben Friedensaktivisten gegen die alljährlichen Militärübungen demonstriert, die derzeit an der

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Südkorea: Proteste gegen Militärmanöver

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In Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas, haben Friedensaktivisten gegen die alljährlichen Militärübungen demonstriert, die derzeit an der koreanischen Ostküste stattfinden. Sie befürchten, dass sich die ohnehin bestehenden Differenzen zwischen den beiden koreanischen Staaten zu einem bewaffneten Konflikt ausweiten könnten.

“Die gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der Vereinigten Staaten könnten dafür sorgen, dass die Halbinsel in einen Krieg gezogen wird. Wir hoffen, dass die Übungen sofort beenden werden. Nord- und Südkoreaner haben dieselbe Nationalität, externe Kräfte sollten sich nicht einmischen”, meint ein Demonstrant.

Im Hafen von Busan liegt seit Kurzem ein mit Kernkraft angetriebener Flugzeugträger (USS John C. Stennis) der US-Marine vor Anker. Das Schiff soll an den Manövern teilnehmen, an denen über 17.000 Soldaten, darunter die Besatzungen zahlreicher militärischer Einsatzfahrzeuge und Kampfflugzeuge beteiligt sind. Die südkoreanischen, US-amerikanischen, australischen und neuseeländischen Truppen proben unter anderem Landevorgänge.

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In der staatlichen nordkoreanischen Zeitung Minju Joson heißt es, mit den Militärübungen habe die “gegen den Norden gerichtete Kriegshysterie die Toleranzgrenze überschritten.” Das Land erachtet die Manöver als Beweis, dass Südkoreaner und US-Amerikaner eine Invasion planen.

Der US-Fernsehsender CNN berichtet mit Verweis auf Militärquellen, der nordkoreanischen Marine sei möglicherweise ein U-Boot abhanden gekommen, es bestehe kein Kontakt mehr zur Besatzung.