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Kos: Suche nach 8 vermissten Bootsinsassen

Im Norden Griechenlands bleibt die Lage für Flüchtlinge und Migranten dramatisch. Nur wenige Kilometer entfernt vom provisorischen Lager in Idomeni

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Kos: Suche nach 8 vermissten Bootsinsassen

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Im Norden Griechenlands bleibt die Lage für Flüchtlinge und Migranten dramatisch. Nur wenige Kilometer entfernt vom provisorischen Lager in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sind auf dem Gebiet der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik die Leichen von drei mutmaßlichen Flüchtlingen entdeckt worden, darunter eine Frau.

Die mazedonische Polizei erklärte, die Menschen seien vermutlich beim illegalen Grenzübergang bei Gevgelija im Fluss Suva Reka ertrunken.

Neues Drama auch in der Ägäis: Nach dem Kentern eines in der Türkei gestarteten Bootes vor der griechischen Insel Kos werden seit Montagmorgen acht Menschen vermisst. Fünf weitere Insassen konnten von der griechischen Küstenwache aus den Fluten gerettet werden. Ihre Identitäten sind nicht bekannt.

Der Zustrom über die Ägäis hält an: Allein am vergangenen Wochenende setzten nach vorläufigen Behördenangaben fast 4.000 Menschen von der Türkei nach Griechenland
über.

Insgesamt halten sich nach Angaben des zuständigen Krisenstabs mehr als 44.500 Schutzsuchende in Griechenland auf, rund 12.000 von ihnen im teilweise unter Wasser stehenden Camp Idomeni.

Dutzende Menschen, darunter viele Kinder, leiden laut griechischen Medienberichten unter Atemwegserkrankungen.

Die Behörden riefen die Migranten wiederholt auf, das Camp zu verlassen und andere, organisierte Lager im Landesinneren aufzusuchen.

Die meisten Ausharrenden hoffen trotz der faktisch geschlossenen Balkanroute auf Möglichkeiten zur Weiterreise nach Westeuropa.