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Russlands Ölminister: Mengendeckel ab April - Iran außen vor

Im April könnte ein globales Abkommen unterzeichnet werden, um die Ölproduktion einzufrieren, sagte der russische Energieminister Alexander Novak

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Im April könnte ein globales Abkommen unterzeichnet werden, um die Ölproduktion einzufrieren, sagte der russische Energieminister Alexander Novak nach Gesprächen in Teheran – ein Abkommen ohne den Iran. Ihm werde nach Jahren der Atom-Sanktionen das Recht zugestanden, seine Fördermenge zu erhöhen.

Meinung

Die Iraner wollen ihr Produktionsvolumen wiederherstellen. Danach sind sie bereit, beim Einfrieren mitzumachen

Vier der führenden Ölproduzenten der Welt – Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela – hatten sich im vergangenen Monatin in Doha, Katar, auf ein Einfrieren der Menge auf Januarniveau geeinigt, wenn andere Förderländer das Gleiche täten. Der Iran hatte den Forderungen eine Absage erteilt.

Eine endgültige Einigung über einen Mengendeckel sei im kommenden Monat zu erwarten, vielleicht wieder in Doha, so Novak. Er soll den Verfall der Ölpreise aufhalten oder umkehren. Seit einem Rekordhoch im Juni 2014 sind die Ölpreise wegen Überangebots auf rund ein Drittel gefallen.

Dagegen sagte der kuwaitische Öl-Minister Anas al-Saleh, es sei nur schwer vorstellbar, dass einige Staaten ihre Produktion deckeln und andere nicht. Am wichtigsten sei es, einen Konsens zu erzielen.

Der Iran will täglich vier Millionen Barrel Öl produzieren, wie vor den Sanktionen 2010. Aktuell liegt die Produktion Opec-Insidern zufolge bei knapp drei Millionen Barrel. Im Iran werden die viertgrößten Ölreserven weltweit vermutet.

“Im Großen und Ganzen unterstützt der Iran die Notwendigkeit einer Koordination zwischen den Ölexporteuren, ein mögliches Einfrieren eingeschlossen,” sagte Novak. “Aber sie wollen zuvor ihr Produktionsvolumen wiederherstellen.Danach sind sie bereit, beim Einfrieren mitzumachen.”

su mit Reuters