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US-Vorwahlen in Florida: Kandidaten buhlen um Latino-Wähler

Die Vorwahlen in Florida sind ein wichtiger Meilenstein des US-Vorwahlkampfs. In dem bevölkerungsreichen Bundesstaat geht es für republikanische

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US-Vorwahlen in Florida: Kandidaten buhlen um Latino-Wähler

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Die Vorwahlen in Florida sind ein wichtiger Meilenstein des US-Vorwahlkampfs. In dem bevölkerungsreichen Bundesstaat geht es für republikanische Präsidentschaftsbewerber um 99 Delegiertenstimmen, bei den Demokraten sind es 246 zu vergebende Stimmen. Seit Tagen rühren die Kandidaten in dem Sonnenscheinstaat die Werbetrommel.

Schlüssel zum Erfolg dort sind die Stimmen der Hispanics oder der sogenannten “Latinos”. Bei ihnen hat es sich der Republikaner Donald Trump wegen seiner Vorschläge zur Einwanderungspolitik verscherzt: “Donald Trump hat einen schweren Fehler begangen. In Florida und im ganzen Land werden 90 Prozent der harten Arbeit von Hispanics gemacht wird”, so ein junger Hispanoamerikaner in Florida.

Dennoch sagen Umfragen Trump einen sicheren Sieg voraus. Bei den Demokraten dürfte Hillary Clinton klar vor Bernie Sanders gewinnen.

Eine große Mehrheit (rund eineinhalb Millionen) der Einwanderer in Florida stammt aus Kuba. Marco Rubio und auch Ted Cruz hoffen daher, mit ihren kubanischen Wurzeln zu punkten.

Doch diese Rechnung dürfte laut der politischen Analystin Rosemary O’Hara von der Zeitung Sun Sentinel aus Florida nicht aufgehen: “Man sollte denken, dass zwei kubanische Senatoren bei den Republikanern sich bei der kubanischen Gemeinde ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Aber danach sieht es nicht aus. Die Wähler treffen ihre Entscheidung weniger nach der Ethnie oder dem Geschlecht als vielmehr nach der politischen Einstellung eines Kandidaten.”

Für Trumps fehlende Unterstützung bei den Hispanics könnten die Republikaner spätenstens bei der Präsidentschaftswahl die Quittung bekommen, meint euronews-Korrespondent Stefan Grobe: “Bei den heutigen Vorwahlen scheint sich Florida schon für Donald Trump und Hillary Clinton entschieden zu haben. Doch ein Aufeinandertreffen der beiden Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl in dem Swingstate könnte sich als klarer Vorteil für Clinton herausstellen. Ihre Beliebtheit bei hispano-amerikanischen Wählern könnte dann sogar die Präsidentschaftswahl entscheiden.”

Um die die Latino-Wähler zu erreichen, twittern die Kandidaten unlängst in Spanisch: