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"High-Rise": Klassenkampf nach J.G. Ballard

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"High-Rise": Klassenkampf nach J.G. Ballard

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Das Leben ist wie ein Hochhaus: ganz oben wohnen die Reichen, dann kommt die Mittelschicht und schließlich die unteren Gefilde. Der Klassenkonflikt

Das Leben ist wie ein Hochhaus: ganz oben wohnen die Reichen, dann kommt die Mittelschicht und schließlich die unteren Gefilde. Der Klassenkonflikt ist vorprogrammiert. Darum geht es in dem Zukunftsthriller High-Rise nach der Literaturvorlage von J.G. Ballard (auf Deutsch unter Der Block oder “Hochhaus” veröffentlicht) mit Tom Hiddleston, Sienna Miller und Luke Evens. Hiddleston, der einen der privilegierten Hausbewohner spielt, hält Ballards Bestseller von 1975 für hochaktuell.

Tom Hiddleston: “Das hat mit unserer Gesellschaftsstruktur zu tun, die so lange besteht, bis wir sie verändern, bis die Menschen ihrer berechtigten Wut Luft machen, weil man sie in ihre Schranken weist. Sie werden in eine Gesellschaftsklasse geboren und dürfen sie nicht verlassen. Ebenso leben die Menschen in ‘High-Rise’ auf einer bestimmten Ebene, auf der sie bleiben müssen.”

Der Arzt Robert Laing freundet sich mit unterschiedlichen Hausbewohnern an, der alleinerziehenden Mutter (Sienna Miller), die über ihm wohnt, dem Architekten, der auf der obersten Stufe der Pyramide lebt (Jeremy Irons) und dem Filmemacher Richard Wilder (Luke Evans) aus dem 2. Stock, der gegen die Ungerechtigkeit aufbegehrt.

Sienna Miller: “Ich habe mich in nahezu allen Figuren ein Stück weit wieder erkannt. Das macht einen nachdenklich und man fragt sich: ‘Wie würdest Du reagieren?’ Es sorgt für ein klaustrophobisches Gefühl, gegen das man sich nicht erwehren kann.”

Luke Evans: “Auch wenn das Buch ist 30 Jahre alt, es wurde in den 70ern geschrieben, die Handlung spielt in den späten 70ern, spiegelt es das, was wir heute in der modernen Welt erleben, wieder. Die menschliche Natur, die Gesellschaft und ihr Klassensystem.”

Jeremy Irons, Elisabeth Moss und James Purefoy gehören ebenfalls zum Cast des dystopischen Thrillers. Er kommt nun in die britischen, im Juni in die deutschsprachigen Kinos.