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Banges Warten in Idomeni, erste Impfungen gegen Hepatitis

Mehr Ungewissheit steht den in Idomeni gestrandeten Migranten bevor. Sie warten auf eine baldige Entscheidung der europäischen Staats-und

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Banges Warten in Idomeni, erste Impfungen gegen Hepatitis

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Mehr Ungewissheit steht den in Idomeni gestrandeten Migranten bevor. Sie warten auf eine baldige Entscheidung der europäischen Staats-und Regierungschefs, die zur Zeit in Brüssel um das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ringen.

Mohammed aus Aleppo erklärt:
“Wir wissen nicht, was wir von diesem Treffen der Europäischen Union erwarten sollen. Aber sie müssen diese Angelegenheit für uns regeln, unbedingt. Wir möchten nicht, dass sie noch mehr Fotos von uns hier machen, die dann in den Zeitungen erscheinen, damit die Menschen nicht vergessen, dass es uns gibt. Wir existieren nicht mehr, wir sind fertig.”



Hilfsorganisationen und Ärzte warnen schon länger vor dem Ausbruch von Krankheiten im überfüllten Lager Idomeni an der Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien.
Nachdem am Dienstag ein Fall von Hepatitis A bei einer 9-Jährigen bekannt wurde, haben die griechischen Gesundheitsbehörden mit Impfungen begonnen. Die griechische Armee hat Trinkwassertanks zur Verfügung gestellt, um das Trinken von kontaminiertem Wasser zu vermeiden.

Die Mutter eines vor zehn Tagen geborenen Säuglings sagt:
“Alles, was ich von den EU-Regierungschefs erwarte, ist, dass sie gegenüber den Kindern gnädig sind und uns reinlassen. Die Kinder sterben, glücklicherweise war meine Tochter nicht betroffen. Aber im Krankenhaus gibt es Kinder, die wegen der Bedingungen hier sterben.”

In Idomeni sind rund 40 Prozent der Flüchtlinge Kinder.