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Basmane: Die türkische Hochburg der Schlepper

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen da weiter machen wo sie vor 10 Tagen aufgehört haben: Mit der Türkei wird heute in Brüssel über die

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Basmane: Die türkische Hochburg der Schlepper

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Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen da weiter machen wo sie vor 10 Tagen aufgehört haben: Mit der Türkei wird heute in Brüssel über die gemeinsame Kooperation in der Flüchtlingskrise beraten.

Ziel ist es, die Flüchtlingszahlen in Europa zu verringern. Migranten und Flüchtlinge sollen von der gefährlichen Überfahrt von der Türkei auf griechische Inseln durch die Ägäis abgehalten werden.

Viele dieser Reisen beginnen im türkischen Izmir, im Stadtteil Basmane. In billigen Hotels warten die Menschen auf die Abfahrt der Schlepperboote. Die Läden haben ihr Angebot angepasst und verkaufen entsprechende Ausrüstung, wie etwa leuchtend-orange Rettungswesten und Schwimmringe.

Schlepper sprechen Neuankömmlinge direkt an, informieren sie über ihre Boote, Preise und andere Konditionen. Eine Überfahrt kostet derzeit run 585 Euro pro Person.

Allerdings legen momentan nur wenige Boote ab, erzählt Fatih, ein Anwohner Basmanes: “In den vergangenen Wochen konnten etwa 90 Prozent der Syrer, die sich von uns verabschiedet hatten, nicht gehen. Sie sind zurückgekommen und haben gesagt, die Wetterbedingungen seien schlecht und Deutschland wolle sie nicht mehr aufnehmen. Aber viele planen, im Sommer zu gehen.”

Nach dem Abkommen mit der EU sollen illegale Migranten zurück in die Türkei geschickt werden. Im Gegenzug will die EU eine entsprechende Zahl von Syrern aus Flüchtlingslager in der Türkei aufnehmen. Rund 68.000 Menschen haben den Fluchtweg über die Ägäis allein im vergangenen Monat gewählt.

“Die Aktivität in Basmane, wo viele Menschen, die nach Europa wollen zusammenkommen, hat sich in den vergangenen Wochen verlangsamt. Die Auswirkungen jeglicher Maßnahmen, wird man wohl erst im Sommer beobachten können”, berichtet euronews-Korrespondent Bora Bayraktar.