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Bewegendes Treffen: George und Amal Clooney sprechen mit Syrien-Flüchtlingen in Berlin

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Bewegendes Treffen: George und Amal Clooney sprechen mit Syrien-Flüchtlingen in Berlin

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Bekannt ist der Hollywood-Star George Clooney (“Hail, Cesar”) auch für sein humanitäres Engagement. Für viel Aufmerksamkeit etwa sorgten Clooney und

Bekannt ist der Hollywood-Star George Clooney (“Hail, Cesar”) auch für sein humanitäres Engagement.

Meinung

Zahlen kann man ignorieren, aber nicht ein Kind, das am Boden sitzt und weint, während seine Mutter von der Flucht erzählt.

Für viel Aufmerksamkeit etwa sorgten Clooney und seine Ehefrau, die Menschenrechtsaktivistin und Anwältin Amal, als sie beim Besuch der jüngsten Berlinale die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel über deren Flüchtlingspolitik nutzen.

Und erst vor wenigen Tagen kehrten die Clooneys zu einem Treffen mit syrischen Flüchtlingen nach Berlin zurück. Die Begegnung fand auf Initiative der Flüchtlingshilfsorganisation International Rescue Committee (IRRC) statt, anlässlich des fünften Jahrestages des Syrienkonfliktes. Das nun veröffentlichte Video zeigt die Clooneys im Gespräch mit den Geflüchteten.

Der Schauspieler stellte sich folgendermaßen vor: “Ich bin irischer Abstammung, und vor 100 Jahren waren wir in Amerika die Flüchtlinge. Die Iren wurden damals furchtbar schlecht behandelt und ausgegrenzt. Amerika musste lernen, andere zu akzeptieren. Amerika ist eine Einwanderernation. Aber in jüngster Zeit fällt es uns schwer, uns daran zu erinnern. Hier mit Ihnen zu sitzen und zu sprechen, ist wichtig, um Amerika daran zu erinnern, wer wir sind und immer waren, nämlich Sie.”

Im Video erzählen die Menschen von ihren Erlebnissen. Etwa eine Frau, von der Todesangst um ihre KInder unter dem Bombenhagel spricht und wie sie sich wünschte, erschossen und nicht enthauptet zu werden.

Ein syrischer Mann spricht von einer unerträglichen Situation.” Wann immer man das Haus verließ, musste man rennen und sich ducken. Wir konnten einfach nicht mehr. Es gab Tote und Heckenschützen..”

Ein anderer war zwei Monate und 21 Tage in einem politischen Gefängnis inhaftiert. “Ich wurde mit Strom gefoltert und verbrannt. Jeden Tag gab es Nachrichten auf Facebook, dass sie mich enthaupten würden.”

Fazit von George Clooney: “Wir halten uns gerne für eine zivilisierte Welt und Nation. Aber am Ende jeder dieser Tragödien heißt es: ‘Hätten wir es gewusst, hätten wir etwas getan’. Die Wahrheit ist natürlich: Wir wussten es!
Wir vergessen nur, dass diese Menschen nicht einfach ihre Heimat verlassen, sondern vor einer unglaublichen Tragödie geflohen sind. Sie hatten ein ganz normales Leben, ihre Welt wurde zerstört und vernichtet.
Nur über Flüchtlingszahlen zu reden, ist zu einfach. Zahlen kann man ignorieren, aber nicht ein Kind, das am Boden sitzt und weint, während seine Mutter von der Flucht erzählt und sagt: ‘Ich nahm meine Tochter in den Arm und wünschte mir, durch eine Kugel zu sterben. Denn das geht schneller’.”