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Dänemark: Paradies der Glückseligen

Die Dänen können sich glücklich schätzen: Sie führen die Liste des World Happiness Report 2016 an. Damit wurde Dänemark bereits zum dritten Mal nach

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Dänemark: Paradies der Glückseligen

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Die Dänen können sich glücklich schätzen: Sie führen die Liste des World Happiness Report 2016 an. Damit wurde Dänemark bereits zum dritten Mal nach 2013 und 2014 zum glücklichsten Land gekürt. Im vergangenen Jahr landete die Schweiz auf Platz eins, dieses Mal reichte es “nur” für den zweiten Platz.

Tendenz: Trotz des schlechteren Wetters liegen nördliche Länder an der Spitze des Rankings: wie Island, Norwegen, Finnland, Kanada und die Niederlande.

Österreich liegt auf Platz 12, vier Plätze vor Deutschland.

Am meisten verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr Nicaragua und Sierra Leone, während sich die Situation in Griechenland, Ägypten und Saudi-Arabien am stärksten verschlechterte.

Staaten, in denen es in den vergangenen Jahren politische Probleme gab, rutschten in der Tabelle nach unten – wie Spanien, Italien und Griechenland, das vom 120. auf den 126. Platz fiel.

Ganz hinten liegen das politisch instabile Staaten Burundi, das kriegserschütterte Syrien, Togo, Afghanistan und Benin. Insgesamt wurde die Situation in 157 Ländern untersucht.

Was ist Glück?

In ihrer Untersuchung von Glück haben die Vereinten Nationen sich auf bestimmte Parameter konzentriert. Ausgewertet wurden Angaben aus den Sozialsystemen und Befragungen über das subjektive Lebensgefühl der Menschen.

Gleichheit: Aus dem Bericht geht hervor, dass die glücklichsten Länder solche sind, in denen ein hohes Maß an Gleichheit herrscht. Demnach sind von den 20 Staaten, die die Gleichheitsstatistik anführen, sieben auch unter den ersten 20 glücklichsten Ländern. Fühlen sich Menschen fair behandelt, steigt offenbar ihr Wohlbefinden.

Weitere Indikatoren sind ein hohes BIP, eine hohe Lebenserwartung und soziale Leistungen in einem gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat. Eine wichtige Rolle spielen auch Gesundheit, die medizinische Versorgung, familiäre Beziehungen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, politische Freiheit und ein geringer Grad an Korruption in der Regierung.

Warum Dänemark?

Zwar gibt es in Dänemark hohe Steuern, doch diese werden in Schulen, Universitäten und die Gesundheitsversorgung reinvestiert. Viele Studenten bekommen lange Bafög. Fast die Hälfte der Spitzenjobs im öffentlichen Dienst sind in den Händen von Frauen. Es gibt kaum Korruption oder Umweltkatastrophen, mit denen Dänemark klar kommen muss. Allerdings liegen die ersten Plätze sehr dicht aneinander.

Um das Wohlbefinden ihrer Bevölkerung zu steigern, haben Ecuador, Schottland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bhutan und Venezuela ein Ministeramt für die Frage des Glücks geschaffen.

Der Internationale Tag des Glücks wird am 20. März gefeiert.