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Kurden rufen in Nordsyrien Föderation aus

Kurdische Gruppierungen haben im Norden Syriens eine eigene Föderation ausgerufen. Dies gilt als weiterer Schritt zu einer vollständigen Autonomie

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Kurdische Gruppierungen haben im Norden Syriens eine eigene Föderation ausgerufen. Dies gilt als weiterer Schritt zu einer vollständigen Autonomie.

In einer Erklärung im Anschluss an eine Konferenz in Rmelan hieß es, die Föderation sei an geografischen Parametern ausgerichtet. Eine Abspaltung von Syrien wollten die Kurden aber nicht, erklärte ein Sprecher der PYD.
Unterschiedliche in der Region lebende Volksgruppen, darunter Araber und Turkmenen, sollen an Verwaltungsaufgaben beteiligt werden.

Die Föderation gelte für das Gebiet Rojava, sagte ein Vertreter der kurdischen Partei PYD. Rojava wird auch Westkurdistan genannt. Es grenzt im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak.

Die Kurden sind nicht an den Friedensgesprächen in Genf beteiligt. Die dort unter anderem verhandelnde syrische Regierung und die Opposition versagen der ausgerufenen Föderation die Anerkennung. Seitens der Opposition hieß es, über territoriale und systemische Fragen sei in den Verhandlungen zu entscheiden. Damaskus warnte vor allen Versuchen, “Syriens Einheit und die territoriale Integrität zu untergraben”.

Auch der türkischen Regierung sind die kurdischen Autonomiebestrebungen ein Dorn im Auge. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte gesagt, die kurdische Miliz YPG, die der PYD nahesteht, sei eine Terrororganisation vom Schlage der Miliz Islamischer Staat.