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Guido Westerwelle mit 54 Jahren gestorben

Der ehemalige deutsche Außenminister Guido Westerwelle ist am Freitag Morgen im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung

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Der ehemalige deutsche Außenminister Guido Westerwelle ist am Freitag Morgen im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung gestorben.

Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt im vergangenen Herbst hatte Westerwelle ein Buch Zwischen zwei Leben über seine Krebserkrankung vorgestellt. Damals gab es Hoffnung, dass er die Krebs-Erkrankung bewältigen könnte.

Im Dezember musste er sich allerdings erneut ins Krankenhaus begeben. Offiziell wurde sein Aufenthalt mit einer Medikamentenumstellung begründet. Seitdem war er kaum noch in der Öffentlichkeit aufgetaucht.

Nach vielen Jahren in der Opposition war er zwischen 2009 und 2013 Bundesaußenminister. In den ersten beiden Jahren der schwarz-gelben Koalition, bis zu seinem Rücktritt vom Amt des FDP-Chefs, war er auch Vizekanzler.

Westerwelle gehörte seit den 1980er Jahren zu den prägenden Figuren der bundesdeutschen Politik. Seit 1996 war er Bundestagsabgeordneter und übernahm ab 2001 den Parteivorsitz der Liberalen.

Einer seiner größten Erfolge war das seither unübertroffene Wahlergebnis der FDP bei den Bundestagswahlen im Jahr 2009: Die Liberalen erzielten 15 Prozent und bildete Teil der schwarz-gelben Regierung. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer: Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen 2013 schaffte es die FDP nicht einmal mehr in den Bundestag.

Nur ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Politik wurde bekannt, dass Westerwelle an Blutkrebs erkrankt war. Die Nachricht, dass er den Kampf gegen die Krankheit doch noch verloren hat, kam für viele überraschend. Das Auswärtige Amt setzte seine Fahnen auf halbmast.