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"Rabin, the Last Day" von Amos Gitai

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"Rabin, the Last Day" von Amos Gitai

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In seinem Dokudrama “Rabin, the Last Day” wirft Amos Gitai den Scheinwerfer auf einen entscheidenden Moment in der jüngsten israelischen Geschichte

In seinem Dokudrama “Rabin, the Last Day” wirft Amos Gitai den Scheinwerfer auf einen entscheidenden Moment in der jüngsten israelischen Geschichte, den 4. November 1995, der Tag, an dem Premierminister Yitzak Rabin bei einer Friedenskundgebung vom Ultranationalisten Yigal Amir erschossen wurde. Der Film ist eine Bestandsaufnahme und eine Hommage an die verloren gegangene Hoffnung auf Frieden in Nahost.

Meinung

Um sich auszusöhnen, muss man den anderen verstehen. Und genau darum geht es in meinem Film "Rabin, the Last Day".

Auf dem jüngsten Filmfestival und Forum für Menschrechte in Genf präsentierte Amos Gitai seinen Streifen und stellte sich den Fragen des Publikums. euronews-Reporter Wolfgang Spindler sprach bei dieser Gelegenheit mit dem Regisseur über die Botschaft seines Films.

Amos Gitai: “Der Mord an Yitzhak Rabin blockierte die Friedensverhandlungen. Und das Ergebnis ist, dass wir bis heute festsitzen. Manchmal ist Kino nicht nur Showbusiness, sondern eine Betrachtung die Wirklichkeit. Und manchmal gelingt es uns vielleicht auch, indem wir die Erinnerung wachrufen, diese aktuelle Epoche großer Feindlichkeit zu zersetzen.”

Der Film beschränkt sich nicht auf die Chronologie des 4. November, sondern schildert auch die extrem angespannte Atmosphäre in Israel nach dem Friedensabkommen von Oslo und die Hetzkamapagne gegen Rabin, die letzlich zu dessen Ermordung führte. Auch die Ermittlungen der Kommission, die das Vorgehen der Sicherheitskräfte untersuchte, werden angesprochen.

Amos Gitai: “Der Film ist ein Aufruf zum Respekt, dazu, nicht im im eigenen Glauben stecken zu bleiben und den der anderen zu verneinen. Das ist einseitig. Um sich auszusöhnen, muss man den anderen verstehen. Und genau darum geht es in meinem Film ‘Rabin, the Last Day’”.

Der Film vermischt Dokumentarmaterial, Interviews (mit Schimon Peres und Lea Rabin) und nachgespielte Szenen. Er wurde unter anderem auf der Mostra in Venedig und auf dem Filmfestival von Toronto vorgestellt.