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Flugzeugabsturz im russischen Rostow am Don: Unglückslandung offenbar nicht gewollt

Nach dem Flugzeugabsturz in der russischen Stadt Rostow am Don gehen Ermittler davon aus, dass der Pilot vorhatte, auch den zweiten verhängnisvollen

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Flugzeugabsturz im russischen Rostow am Don: Unglückslandung offenbar nicht gewollt

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Nach dem Flugzeugabsturz in der russischen Stadt Rostow am Don gehen Ermittler davon aus, dass der Pilot vorhatte, auch den zweiten verhängnisvollen Landeanflug abzubrechen. Das berichten russische Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Pilot der Fluggesellschaft FlyDubai hatte nach einem ersten missglückten Landeanflug zunächst zwei Stunden über der Region um den Flughafen gekreist. Als er eine weitere Schleife fliegen wollte, sei etwas geschehen und die Maschine abgestürzt. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, sie werde auch das Verhalten des Fluglotsen auf der Suche nach einer möglichen Ursache überprüfen.

Weitere Flugzeuge, die auf dem Flughafen hatten landen wollen, waren umgeleitet worden. So hatte eine Maschine der russischen Aeroflot dreimal vergeblich versucht, in Rostow zu landen. Schließlich landete dieser Airbus sicher etwa 250 Kilometer entfernt auf dem Flughafen von Krasnodar. Auch ein Flug von Czech Airlines aus Prag wurde dorthin umgeleitet. Eine Maschine von Turkish Airlines kehrte nach Istanbul zurück. Die Wetterbedingungen zum Landezeitpunkt waren schlecht. Der Flugsicherheitsbehörde zufolge herrschten starke Winde, die Sichtverhältnisse waren jedoch in Ordnung.

Im Flughafengebäude kümmerten sich Notfallärzte und Psychologen um die Angehörigen. Angehörige und Anwohner legten Blumen aus. Das in Dubai gestartete Flugzeug stürzte nach Angaben des russischen Katastrophenschutzes in steilem Winkel 250 Meter von der Landebahn entfernt ab, zerbrach und ging in Flammen auf. Die Passagiere waren laut Fluggesellschaft 33 Frauen, 18 Männer und vier Kinder. “Das ist schlimm, das mit den Kindern tut weh”, so ein Anwohner. “Es ist schrecklich, sehr schrecklich.”

Die meisten der Passagiere waren laut FlyDubai russische Touristen auf dem Heimflug. “Das ist schrecklich, so viele Tausende Kilometer zu fliegen und dann so nah am Zuhause zu sterben”, sagte eine Angehörige unter Tränen.

In der Maschine saßen laut Fluggesellschaft auch acht Ukrainer, zwei Inder und ein Usbeke. Die Besatzung von Flug FZ981 kam unter anderem aus Griechenland und Spanien.

Etwa 700 Rettungskräfte waren zeitweise im Einsatz. Die beiden Flugschreiber sind bereits gefunden. Der Flughafen in Rostow am Don wurde vorrübergehend geschlossen, alle Flüge werden nach Krasnodar umgeleitet.

Die Airline hat auf ihrer Webseite eine Notrufnummer für Angehörige eingerichtet.